Wirtschaft
11.05.2017

Pikante Pleite eines Wiener Hotelbetreibers

Die Marktpreise sollen eingebrochen sein, Wiener Unternehmen hat Sanierungsverfahren beantragt.

Die Geschäftsidee, Apartments und Ferienwohnungen in Wien über eine Hotelfirma gewinnbringend zu vermieten, ist nicht so recht aufgegangen. So musste nun die PuzzleHotel GmbH mit Sitz in der Wiener Goldeggasse laut dem Gläubigerschutzverband Creditreform Insolvenz anmelden. Es wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.

Dem Vernehmen nach beschäftigt sich die Hotelgesellschaft mit der Vermietung, Buchung und Zahlungsabwicklung sowie Reinigungsservice und Betreuung von Apartments und Ferienwohnungen in Wien. Offensichtlich konnten aber die erwarteten Umsätze nicht erzielt werden, die Marktpreise sollen angeblich eingebrochen sein. In der Folge wurden die Kosten reduziert und Personal abgebaut. Außerdem sei man von hochpreisigen zu günstigeren Buchungsplattformen gewechselt. Doch das reichte nicht.

Es musste die Reißleine gezogen werden. Aufgrund der massiven Probleme wurde das Angebot nicht erweitert. Derzeit werden sechs interne und zwei externe Apartments angeboten. Zumindest vier Apartments sollen ständig zur Verfügung stehen. Das Unternehmen verfügt über einen aufrechten Hotellerie-Gewerbeschein.

Die Gesamtverbindlichkeiten werden mit 211.500 Euro beziffert. Die Aktiva bestehen vor allem aus Möbeln und Einrichtungsgegenständen - mit einem geschätzten Gesamtwert von 40.000 Euro. Letztere sollen zum Teil aber noch unter Eigentumsvorbehalt stehen. Mit Provisionserlösen und der Möbelvermietungen sollen unter anderem die 20 Prozent Quote finanziert werden.