© Getty Images/iStockphoto/1001Love/iStockphoto

Wirtschaft
05/14/2019

Pikant: Pleite einer bekannten PR-Agentur-Betreiberin

Der Konkurrenzdruck soll in den vergangenen Jahren immer stärker geworden sein. Fortbetrieb dürfte gesichert sein.

Wir machen PR für die Marken, die wir lieben und das machen wir gut. Seit 2005 am Markt, hat sich PrimeRose einen Namen als Agentur gemacht, die Schönes, Gesundes und Wertvolles in die Medien bringt. Ein hedonistischer Ansatz? Ja, vielleicht. Aber ist es nicht schön, seinen Beruf zu lieben?“, heißt es auf der Homepage der Werbe- und PR-Agentur PrimeRose"PrimeRose ist die richtige Agentur für Sie, wenn Sie auf der Suche nach maßgeschneiderter Kommunikation sind, Sie einen einen kompetenten, stilvollen Sparring- Partner in allen kommunikativen Belangen suchen, Sie komplexe medizinische Inhalte einer breiten Leserschaft zugänglich machen möchten, Sie Luxury Goods & Dienstleistungen im Luxusbereich, Uhren & Schmuck und Interior Design im gehobenen Segment kommunizieren möchten, Sie Ihre Premium-Produkte, qualitativ hochwertige Lifestyle-Produkte und Dienstleistungen in Österreich, Deutschland & der Schweiz in den Medien sehen möchten und Sie lieber mit einer kleinen Agentur arbeiten, die wie eine große Agentur full-service anbietet und über ein perfektes Netzwerk an kreativen Dienstleistern verfügt, damit für Sie alles aus einer Hand kommt."

Hohe Kosten

Doch in den vergangenen Jahren soll der Konkurrenzkampf in der österreichischen Werbe- und Public-Relations-Branche immer härter geworden sein. Kunden wurden abgeworben, um neue Kunden akquirieren zu können, musste viel Geld in die Hand genommen werden.

„Um wettbewerbsfähig zu bleiben, musste die Antragstellerin in den vergangenen Jahren in ihr Büro investieren, da Voraussetzung jeder PR-Agentur die Zurverfügungstellung von repräsentativen Räumlichkeiten für Shootings, Pressgespräche und Meetings ist“, heißt es im Insolvenzantrag an das Konkursgericht Wien. „Dadurch war die Liquiditätssituation immer so angespannt, dass es wiederholt zu Klagen und Exekutionen kam, was die Kosten in die Höhe schnellen ließ.“

Reißleine gezogen

Jetzt musste die Einzelunternehmerin Caroline von Kelst, die unter der Bezeichnung PrimeRose eine Public Relation-Agentur betreibt, die Reißleine ziehen. Sie hat ein Sanierungsverfahren beantragt. Die Agentur ist auf die Bereiche Luxury Goods, Uhren & Schmuck, Health Care & Pharma und Interior Design spezialisiert.

Die Zukunft

Die Schulden werden laut Creditreform mit rund 400.000 Euro beziffert, davon entfallen 184.000 Euro auf Banken. Zu den Aktiva zählt eine Lebensversicherung. Durch deren Verkauf und durch Hilfe von dritter Seite soll die Gläubigerquote bedient werden. Derzeit wird versucht, neue Kundenaufträge zu akquirieren. Der Fortbetrieb dürfte durch entsprechende Einnahmen gedeckt sein. Die Gläubiger sollen 20 Prozent Quote erhalten.