© Weisz Juergen/KTM

Wirtschaft
11/06/2014

Pierer will mit Cross Wiener Börse aufwerten

Fahrzeuggruppe wird mit Brain Force verschmolzen

von Robert Kleedorfer

Unternehmer Stefan Pierer ordnet seine Beteiligungen neu. Die bisherige IT-Company Brain Force, die nur noch eine Beteiligung (am Hardwareausrüster NPC) hält, wird im zweiten Quartal 2015 mit der Cross Industries (hält u. a. Beteiligungen an KTM, Pankl Racing und Husqvarna) verschmolzen. Brain Force verschwindet dann vom Kurszettel. Dem bisherige Streubesitz (rund 20 Prozent) werden 1,80 Euro je Aktie geboten. Pierer nennt dies einen fairen Preis angesichts des Unternehmenswerts von 1,64 Euro je Aktie. Die Aktie kletterte gestern, Donnerstag 8,4 Prozent nach oben.

Pierer geht davon aus, dass ein Großteil der Brain-Force-Aktionäre in die neue Cross mitgehen. „Es ist eine attraktive Fahrzeuggruppe, die den Wiener Kapitalmarkt aufwertet“, so Pierer. Dieser sei ohnehin zu Finanz- und Immobilien-lastig. Pierer bezeichnet sich als Verfechter des österreichischen Kapitalmarktes, der am Leben erhalten und noch ausgebaut gehöre. Ihn schmerze, wie der heimische Kapitalmarkt in den letzten 10, 15 Jahren nahezu zugrunde gerichtet worden sei, er sei fast nicht mehr existent. „Ich bin sicher der letzte österreichische Unternehmer, der das Land verlässt.“

Kapitalerhöhung

Mittelfristig will Pierer vom Mid Market in den Prime Market der Wiener Börse aufsteigen. Dazu müssen gewisse Bedingungen hinsichtlich der Größe des Streubesitzes erfüllt werden. „Wir werden jene Aktionärsstruktur herstellen, um das Listing herzustellen“, sagte Pierer. Dies soll 2016 geschehen, eine Kapitalerhöhung ist dabei nicht ausgeschlossen.

Zukäufe seien derzeit nicht in Sicht, wenn dann im Technologiebereich denkbar. „Eine Marke kaufe ich sicher nicht mehr.“ 2013 wurde die italienische Motorradhersteller Husqvarna erworben. „Wir wollen bis 2020 Suzuki und Kawasaki überholen und die Nummer drei am Weltmarkt hinter Honda und Yamaha werden“, sagt Pierer. In Europa sei man bereits seit zwei Jahren vor BMW die Nummer eins. Autos zu fertigen sei nach dem Spaßflitzer X-Bow kein Thema mehr. „Das ist zu komplex.“

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