© Reuters/WOLFGANG RATTAY

Pariser Parkett
10/14/2013

Peugeot-Aktie im freien Fall

Die mögliche Teilverstaatlichung des Autobauers gefällt den Anlegern gar nicht.

Bei PSA Peugeot Citroen verdichten sich die Anzeichen für eine Kapitalerhöhung und einen Einstieg des chinesischen Partners Dongfeng. Der Aufsichtsrat des angeschlagenen französischen Autobauers will laut Wall Street Journal schon nächste Woche über eine Kapitalspritze aus China beraten. Neben Dongfeng könnte sich auch der französische Staat an einer möglichen Kapitalerhöhung beteiligen, um die Geschäftspläne über das Jahr 2016 hinaus abzusichern.

Das schmeckte Anlegern gar nicht, sie warfen Peugeot-Aktien auf den Markt. Die Papiere an der Pariser Börse brachen um bis zu 11,5 Prozent ein und waren mit 10,94 Euro so billig wie zuletzt Anfang September. Das ist der größte Tagesverlust seit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008. "Die - aus unserer Sicht negative - Neuigkeit ist die potenzielle massive Beteiligung des französischen Staates", sagte ein Börsianer. "Dies könnte das Unternehmen unregierbar machen."

Wegen der Asatzkrise in Europa steckt PSA in erheblichen Schwierigkeiten. Allein im Geschäftsjahr 2012 verbuchte der nach VW zweitgrößte europäische Hersteller einen Rekordverlust von 5,01 Milliarden Euro. Konzernchef Philippe Varin fährt deswegen einen harten Sparkurs mit Tausenden Stellenstreichungen und will den außereuropäischen Anteil am Umsatz deutlich steigern.

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