Wirtschaft 05.12.2011

Pensionen sollen 2012 um 2,7 Prozent steigen

Inflationsabgeltung: Seniorenvertreter wollen mehr Geld für Bezieher kleiner Renten.

Geht es rein nach dem Gesetz, dann müssten die Pensionen im kommenden Jahr um 2,7 Prozent steigen. Um diesen Wert ist laut Statistik Austria die Inflation im Zeitraum von August 2010 bis Juli 2011 durchschnittlich gestiegen - das ist laut Gesetz die Grundlage für die Pensionsanpassung 2012. Die Kosten dafür würden sich auf knapp eine Milliarde Euro belaufen.

Für 2011 waren die Pensionen bis zu einer Höhe von 2000 Euro brutto um den gesetzlich vorgesehenen Wert von 1,2 Prozent erhöht worden.
© Bild: KURIER/Vogel Reinhard

Allerdings hat sich die Politik in den letzten Jahren nie an die gesetzlichen Vorgaben gehalten und mit den Seniorenvertretern eine andere Regelung vereinbart. Für heuer waren die Pensionen bis zu einer Höhe von 2000 Euro brutto um die gesetzlich vorgesehen 1,2 Prozent erhöht worden. Für die höheren Pensionen gab es weniger, ab 2310 Euro Pension gab es gar keine Erhöhung mehr.

Für 2011 waren die Pensionen bis zu einer Höhe von 2000 Euro brutto um den gesetzlich vorgesehenen Wert von 1,2 Prozent erhöht worden.
© Bild: KURIER/Vogel Reinhard

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hat den Seniorenvertretern auch heuer wieder Gespräche zugesichert. Karl Blecha (SPÖ) und Andreas Khol (ÖVP), haben bereits konkrete Vorstellungen für die Verhandlungen. Sie verlangten am Mittwoch die volle Inflationsabgeltung für alle Pensionen - auch für die höheren. Zudem fordern sie eine stärkere Anhebung der niedrigen Pensionen. Denn Personen mit geringem Einkommen seien von der Teuerung stärker betroffen.
Verhandelt wird im Herbst. Denn formal wird die Pensionskommission erst Ende Oktober den Anpassungsfaktor festlegen.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011