Wirtschaft
06.04.2017

Osterurlauber tanken in Österreich am günstigsten

Der VCÖ listet Preisunterschiede von bis zu 14,50 Euro für eine Diesel-Tankfüllung auf.

Wer im Osterurlaub ins benachbarte Ausland fährt, wird für das Tanken mehr zahlen als in Österreich. Während im Vorjahr zu Ostern noch acht EU-Staaten bei Diesel billiger waren als Österreich, sind es heuer nur mehr sechs, rechnete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Donnerstag vor.

So sind in Italien und der Schweiz heuer für eine 50-Liter-Diesel-Tankfüllung im Schnitt 69,50 Euro zu zahlen, um 14,50 Euro mehr als in Österreich. In Slowenien sind dafür um vier Euro mehr zu berappen, in Ungarn um 3,50 Euro und in Deutschland um 3,00 Euro. Auch in der Slowakei und Tschechien kostet Diesel mehr als in der Alpenrepublik. Am höchsten ist der Dieselpreis in Schweden (50 Liter um 71 Euro).

Bei Eurosuper ist der Unterschied zu den Nachbarstaaten noch größer, wie die VCÖ-Analyse zeigt. In Italien sind mit 76,50 Euro für 50 Liter Eurosuper um fast 20 Euro mehr zu zahlen als in Österreich, in Deutschland um 11 Euro mehr, in Slowenien um 7 und in der Slowakei um 6,50 Euro. In der Schweiz kosten 50 Liter Eurosuper um 10,50 Euro mehr.

Tanken günstiger als vor 30 Jahren

Wer heuer zur Tankstelle fährt muss weniger leiden als noch vor 30 Jahren - denn entgegen der landläufigen Meinung ist Tanken inflationsbereinigt günstiger als 1986. Unter Abzug der Teuerungsrate, die bei den jährlichen Lohnsteigerungen im Zuge der KV-Verhandlungen im Regelfall abgegolten wird, ist Super um sechs und Diesel um zwölf Prozent günstiger, rechnet die Mineralölindustrie vor.

Und das, obwohl es in diesen 30 Jahren zu mehreren Erhöhungen der Mineralölsteuer gekommen ist, gibt Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie, zu bedenken.

Im inflationsbereinigten Preisvergleich der Mineralölindustrie auf Basis von Daten der Statistik Austria fällt auf, dass auch noch Strom (minus 17 Prozent) und Bekleidung (minus 19 Prozent) in den vergangenen 30 Jahren günstiger geworden ist. Deutlich teuer geworden ist Wohnen (plus 61 Prozent).