Österreichs Image soll aufpoliert werden

Österreich WerbungBILD zu TP/OTS - KR Johann Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WKO, Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung und Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Reinhold Mitterlehner beim Öster
Foto: Österreich Werbung Werbung in Berlin : Minister Mitterlehner (re.) mit Touristikern.

Wirtschaftsminister und private Initiative basteln an "Marke Österreich". Eine simple Werbekampagne soll dies nicht werden.

Mozartkugeln, Lipizzaner, hohe Berge, Sound of Music. Gängige Klischees, die man im Ausland mit Österreich verbindet. Dieses bisweilen verstaubte Image will nun Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner aufpolieren. Ziel sei aber keine simple Werbekampagne, sondern es gehe um eine "systematische Auseinandersetzung mit dem Österreich-Bild".

Den Auftrag, die Marke Österreich zu verbessern, zog der Brite Simon Anholt an Land. Das Budget: 740.000 Euro. Im Mai soll er sein Konzept präsentieren, der Endbericht ist für April 2013 geplant.

Dem konkreten Output dieses Prozesses will Mitterlehner nicht vorgreifen. Wichtig scheint dem Minister aber ein systematischer Auftritt Österreichs nach außen zu sein: Im Internet, bei Botschaften, Konsulaten oder Außenwirtschaftsstellen. Bereiche, die in Hinkunft stärker herausgearbeitet werden könnten, seien beispielsweise die Öko-Energie oder, aufgrund der zentralen geografischen Lage, der Drehscheibencharakter Österreichs.

Tempo

Etlichen heimischen Spitzenmanagern geht dies aber viel zu langsam. Nun haben 17 börsenotierte Unternehmen gemeinsam mit der Wiener Börse und der Oesterreichischen Nationalbank unter dem Titel 21stAustria (www.21st-austria.at) auf eigene Faust begonnen, Österreich-Marketing zu betreiben. Ex-Böhler-Uddeholm-Chef Claus Raidl hat die Sprecherfunktion übernommen. Gemeinsam mit den Spitzenmanagern Herbert Stepic (Raiffeisen Bank International) und Wolfgang Eder (voestalpine) erklärte er den Sinn der Aktion.

Es gehe darum, britischen und amerikanischen Meinungsbildnern zu erläutern, dass Österreich mehr sei als ein Land mit schöner Landschaft, Musik und guten Torten. Österreich sei ein guter Investitionsstandort mit hoher Innovationskraft. Außerdem werde das Risiko österreichischer Investments in Ost- und Zentraleuropa überschätzt. Das Bankgeschäft dort sei noch immer eine "Erfolgsgeschichte", so Stepic. Konkret wollen die Top-Manager nun bei ihren Auslandsreisen regelmäßig mit wichtigen Persönlichkeiten aus Medien und Wissenschaft zusammentreffen.

(kurier / Martina Salomon, Markus Stingl ) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?