© REUTERS Heinz-Peter Bader

Konjunkturindikator
07/05/2013

OeNB: Wirtschaft wächst langsamer

Die Nationalbank sieht die Wachstumsaussichten für Europa sehr gedämpft – entsprechend auch für Österreich.

Vorige Woche haben die Experten von Wifo und IHS ihre Prognosen für das Wachstum der heimischen Wirtschaft präsentiert: 2013 dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) real nur um 0,4 bzw. 0,6 Prozent wachsen, nehmen Wirtschaftsforschungsinstitut und Institut für Höhere Studien an. Für 2014 sehen sie 1,6 bzw. 1,8 Prozent Zuwachs, im März waren beide Institute noch von 1,8 Prozent Realwachstum ausgegangen. Gehemmt wird der Aufschwung in Österreich vor allem durch die Wirtschaftskrise im Euroraum, wobei die heimische Volkswirtschaft durch die Nachfrageschwäche der Eurozone gedrückt werde, wie das IHS betont.

Ähnlich bewertet die Nationalbank im aktuellen OeNB-Konjunkturindikator die Situation in Österreich: Die heimische Wirtschaft lasse gerade eine einjährige Stagnationsphase hinter sich und werde im zweiten und dritten Quartal 2013 um +0,2 Prozent bzw. +0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 0,5 Prozent wachsen. Das prognostizierte Wachstum von 0,2% ist zum Teil auf wetterbedingte Aufholeffekte nach dem kalten Winter zurückzuführen und überzeichnet die zugrundeliegende Wachstumsdynamik. Für das Gesamtjahr 2013 erwartet die OeNB ein Wachstum von 0,3%.

Stagnation könnte anhalten

Österreichs außenwirtschaftliches Umfeld bleibe schwierig und sehr heterogen. Im Falle einer Verschärfung der Rezession im Euroraum oder einer Verschlechterung der Konjunktur in großen aufstrebenden Volkswirtschaften wie China könnte sich die Stagnation der österreichischen Wirtschaft auch zur Jahresmitte 2013 fortsetzen.

Wichtige Absatzmärkte wie Italien, Ungarn, Tschechien oder Slowenien stecken in einer Rezession. Und für das erste Quartal 2013 würden die Außenhandelsdaten eine seit mehr als einem Jahr anhaltende Stagnation der österreichischen Güterexporte zeigen. Der OeNB-Exportindikator lässt für das zweite Quartal keine Besserung erwarten.

Vorsichtssparen

Angesichts fehlender außenwirtschaftlicher Impulse bleibe auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen gering. Die schwache Reallohnentwicklung lasse trotz positiven Beschäftigungswachstums nur eine moderate Steigerung der privaten Konsumausgaben zu. Die steigende Arbeitslosigkeit führe zudem zu vermehrtem Vorsichtssparen.

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