OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny: Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist erst 2017 zu erwarten.

© REUTERS/HEINZ-PETER BADER

Wachstum
06/08/2015

OeNB erhöht Prognose für das nächste Jahr

Nowotny erwartet 2016 "Ende der vierjährigen Wirtschaftsschwäche". Arbeitslosenquote steigt aber weiter.

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat am Montag ihre Wachstumsprognose für heuer mit einem Plus von 0,7 Prozent unverändert gelassen und jene für 2016 von bisher plus 1,6 Prozent auf 1,9 Prozent erhöht. Für 2017 erwarten die Notenbanker in einer ersten Prognose ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent in Österreich.

"Wir erwarten im Jahr 2016 endlich ein Ende der vierjährigen Wirtschaftsschwäche", meinte Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny Presseunterlagen zufolge. Wegen der heuer noch schwachen Konjunktur wird die Arbeitslosenquote aber weiter steigen - auf 5,7 Prozent, so die OeNB. Erst 2017 erwarten die Ökonomen der Nationalbank ein geringfügiges Minus bei den Arbeitslosen - die Quote soll dann auf 5,5 Prozent sinken.

Steuerreform stärkt Konsum

Die Steuerreform werde ab 2016 zu einer deutlichen Entlastung der Haushalte führen und das Wachstum der verfügbaren Haushaltseinkommen um 1,6 Prozentpunkte im ersten Jahr und um 0,4 Prozentpunkte im darauf folgenden Jahr stärken. "Daher wird sich der private Konsum insbesondere 2016 und 2017 dynamischer entwickeln als in der jüngsten Vergangenheit", so die Ökonomen der Nationalbank.

Die Inflationbleibe heuer im historischen Vergleich mit 0,9 Prozent niedrig. 2016 und 2017 dürfte die Teuerung aufgrund des Anziehens der Konjunktur auf 1,9 bzw. 2,0 Prozent klettern, so die Nationalbank.

Die öffentliche Schuldenquote werde kommendes Jahr eine Trendumkehr erfahren und bis 2017 auf rund 81,5 Prozent des BIP zurückgehen. Heuer gibt es ja den negativen Rekordwert von 86,8 Prozent des BIP (291 Mrd. Euro).

Indes schreitet auch die wirtschaftliche Erholung im Euroraum der OeNB zufolge voran. Die Fiskalpolitik wirke sich nicht mehr dämpfend auf das Wirtschaftswachstum aus. Das Wachstum beschleunige sich demnach bis 2017 auf 2,0 Prozent.

Exporteuere verlieren Marktanteile

Aber: Die österreichischen Exporteure verzeichneten in den vergangenen Jahren eine Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit - was Marktanteilsverluste brachte. "Auf dem Kernmarkt Deutschland wurden österreichischen Exporteure in wichtigen Bereichen von Exporteuren anderer Länder verdrängt." Trotzdem dürften die Exporte dank einer insgesamt zunehmenden Dynamik der Exportmärkte heuer und in den kommenden Jahren steigen.

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