Das Rohöl-Angebot steigt, die Nachfrage hinkt konjunkturell bedingt hinterher.

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Historisches Tief
12/14/2015

Öl so billig, wie zuletzt vor fast sieben Jahren

WTI-Ölpreis fiel unter die 35-Dollar-Marke. Spekulanten setzen auf weiteren Preisverfall.

Der Preisverfall bei Öl geht weiter. Die wichtige US-Sorte WTI ist am Montag in New York erstmals seit Februar 2009 unter die Marke von 35 Dollar pro Fass gefallen. Vergangene Woche ist der Rohölpreis um fast 11 Prozent abgesackt, das war das größte Minus binnen eines Jahres. Der Preisverfall dürfte zumindest kurzfristig weitergehen. An den Rohstoffbörsen wetten Spekulanten mittels Derivaten in noch nie gewesenem Ausmaß auf einen weiteren Sinkflug.

Prognosen klaffen auseinander

Die Experten von Goldman Sachs erwarten gar, dass sich der Preis für WTI-Öl im Jahr 2016 auf 20 Dollar nahezu halbiert. "Bei einem milden Winter, einem langsameren Wachstum in den Schwellenländern und der potenziellen Aufhebung der Iran-Sanktionen könnten die Lagerbestände weiter steigen", warnen sie. Goldman-Analysten gelten als besonders kompetent, weil sie bei ihren Preisprognosen häufig richtig lagen und die US-Großbank ein großer Player im Handel mit dem "schwarzen Gold" ist. Mit ihrer Ölpreisprognose liegen die Goldman-Analysten aber weit weg von der Mehrheitsmeinung. Im Schnitt sehen die von Reuters befragte Analysten den Brent-Preis im kommenden Jahr bei 57,90 Dollar und WTI bei 52,80 Dollar.

Machtkampf

Die bevorstehende Rückkehr des Iran an den Weltmarkt gilt als einer der Gründe für die sinkenden Ölpreise. Ein weiterer wichtiger Grund für die Talfahrt ist das überschüssige Angebot als Folge eines Machtkampfs zwischen dem Ölkartell OPEC und den Schieferölproduzenten aus den USA (der KURIER berichtete). Die weltweite Nachfrage wächst dagegen konjunkturell bedingt nur schwach.

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