Wirtschaft
24.01.2018

Ökologisierung der Heizungen: Die Rechnung zahlen die Haushalte

Eine Studie der TU-Wien empfiehlt eine massive Anhebung der Preise für fossile Energie und eine gesetzliche Verpflichtung zur Gebäudesanierung.

Die Energiewende bei den Gebäudeheizungen ist laut einer Studie der TU Wien bis 2050 möglich, wenn fossile Energie deutlich teurer wird. Heizöl müsste sich um 100 Prozent verteuern, der Preis für den Ausstoß von einer Tonne CO2 müsste von 7 auf 200 Euro springen.

Verpflichtende Sanierung

Die Studie empfiehlt "ordnungspolitische Maßnahmen". Dazu gehört die Verpflichtung zur Sanierung von "besonders ineffizienten Gebäuden" oder "ein Verbot der Nutzung fossiler Heizsysteme". Außerdem sollten die Bauordnungen permanent in Richtung Energieeffizienz verschärft werden, was den Neubau teurer macht.

Es wurden auch Technologien wie Wasserstoff eingeplant. Es ist allerdings offen, ob es diese Technologie zu passablen Preisen geben wird. In der Studie wird eingeräumt, dass es eine "Reihe von Unsicherheiten" gibt.

"In Summe sind die langfristigen Einsparungen höher als das notwendige Investitionsvolumen", ist Andreas Müller von der TU Wien überzeugt. Wie diese Rechnung zustande kam, ist anhand der veröffentlichten Kurzfassung der Studie nicht nachvollziehbar. Auf Seite 17 wird auf die "enormen gesellschaftlichen Kosten" des Klimawandels verwiesen.

CO2-Steuern

Durch CO2-Steuern können die "externen Kosten internalisiert werden" (Zurechnung der Kosten auf den Verursacher). Da die Wirtschaft wegen der internationalen Konkurrenz nicht beliebig belastbar ist, müssten wohl die Haushalte die Mehrkosten übernehmen.