© KURIER/Reinhard Vogel

Manager der Deutschen Bank
11/02/2014

Negativzinsen am Sparbuch bald "keine Seltenheit"

Eine Bank in Deutschland berechnet bereits Strafzinsen für große Geldsummen auf Girokonten und Sparbüchern.

Nach Einschätzung des obersten Vermögensverwalters der Deutschen Bank werden Strafzinsen auf Konten und Sparbüchern bald zur Normalität. "Einige wenige Banken berechnen ihren Kunden jetzt schon negative Zinsen", sagte Asoka Wöhrmann, Chefanlagestratege der Deutschen Asset & Wealth Management, der Welt am Sonntag laut Vorausbericht. "Das dürfte angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank bald keine Seltenheit mehr sein", fügte er hinzu.

Strafzins

Seit Samstag verlangt die Deutsche Skatbank von Kunden, die mehr als 500.000 Euro auf Tagesgeldkonten parken, einen Strafzins von 0,25 Prozent. Bei Girokonten gilt er für Summen über zwei Millionen Euro (der KURIER berichtete).

Ein Tabubruch der kleinen Direktbank aus dem deutschen Bundesland Thüringen, der für den Sparkassenverband DSGV ein Einzelfall bleiben wird. In Deutschland sei der Wettbewerb so intensiv, dass er Strafzinsen nicht zulasse, sagte ein DSGV-Sprecher.

Privatkunden

Wöhrmann teilt diese Einschätzung offenbar nicht. Strafzinsen, die bisher höchstens für Geschäftskunden gelte, träfen bald auch Privatkunden, sagte der Deutsche-Bank-Manager.

Die Europäische Zentralbank (EZB) verlangt Strafzinsen von Banken, die Geld bei ihr kurzfristig parken. Sie setzt darauf, dass die Banken das Geld lieber weiterverleihen an Unternehmen und Haushalte und die Konjunktur insbesondere in den Euro-Krisenländern ankurbeln.

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