Wirtschaft
14.12.2011

Nächstes hartes Sparpaket für die AUA

Immer noch schreibt die AUA Verluste. Damit das 2012 nicht noch einmal passiert, soll im Jänner ein Sparpaket geschnürt werden.

Die AUA-Belegschaft muss sich auf einen noch schärferen Sparkurs einstellen. Im Jänner wird der neue AUA-Chef Jaan Albrecht ein weiteres Sparpaket vorstellen, an den Details wird derzeit gearbeitet. Die von der Lufthansa samt 500 Millionen Euro Staatshilfe übernommene AUA wird am ursprünglichen Ziel, heuer ein ausgeglichenes Ergebnis einzufliegen, weit vorbeisteuern. Die Airline soll 2012 aus den roten Zahlen kommen. „Jetzt wird der Sparkurs verschärft“, bestätigte Lufthansa-Chef Christoph Franz im Ö1 Morgenjournal.

Für die rund 6000 Mitarbeiter (in Vollzeitkräften gerechnet) bedeutet das den weiteren Abbau von Arbeitsplätzen. Noch wird gerechnet, wie viele Kündigungen notwendig sind oder ob man mit der natürlichen Fluktuation das Auslangen findet. Die Belegschaft, die aus dem letzten Sparpaket einen fünfprozentigen Gehaltsverzicht akzeptiert hat, darf allerdings nicht zu stark reduziert werden, soll das Streckennetz aufrecht erhalten werden. Daher wird auch versucht, die Produktivität weiter zu verbessern. Potenzial gebe es zum Beispiel noch bei den Piloten, heißt es. Gesetzlich ist die Anzahl der Flugstunden pro Jahr und Pilot mit 900 limitiert, bei der AUA sind es derzeit rund 800.

Die Passagiere können davon ausgehen, dass Frequenzen gekürzt werden. Was heißt, Destinationen weniger oft angeflogen werden. Großflächige Streckenstreichungen sind vorläufig nicht geplant.

Forderungen an Regierung

Franz erinnerte die heimische Politik daran, dass nicht alle Zusagen bei der Übernahme der AUA eingehalten worden seien. Damals wurde versprochen, den Luftfahrtstandort Österreich zu unterstützen. Lufthansa und AUA fordern die Streichung der Ticketsteuer sowie Reduzierungen der Gebühren für die Flugsicherung Austro Control (AC) und am Flughafen. Die AC war erst kürzlich von der EU-Kommission kritisiert worden.

Geld für die AUA will die Lufthansa erst dann locker machen, wenn alle Beteiligten ihren Beitrag zur Sanierung leisten.