Der Schuldenstand beträgt 19,29 Millionen Euro.

© Reuters/THIERRY ROGE

Nach Pleite
09/17/2013

MPS werkt mit 300 Mitarbeitern weiter

Die Leiharbeiterfirma musste 700 Jobs streichen – der Sanierungsplan wurde angenommen.

von Kid Möchel

Die steirische Leiharbeiter-Firma MPS Personal Service GmbH mit Sitz in Hart bei Graz zählte u.a. Bosch, Doka, Magna und die Post zu ihren Kunden und beschäftigte laut Creditreform 1000 Mitarbeiter. Im Juni schlitterte der Betrieb in die Insolvenz. Laut Insolvenzverwalter Herbert Ortner beträgt der Schuldenstand aktuell 19,29 Millionen Euro. Aber MPS kann mit einem auf 300 Mitarbeiter abgespeckten Personalstand weiter machen. Denn: Die Gläubiger haben den angebotenen Sanierungsplan samt 20 Prozent Quote angenommen, zwölf Prozent sind umgehend als Barquote fällig. Das bestätigt Gerhard Weinhofer vom Gläubigerschutzverband Creditreform dem KURIER.

Neben der Zentrale in Hart bei Graz wird das Unternehmen nur noch Filialen in Raaba, Klagenfurt und Saalfelden unterhalten. Zuletzt wurde der Standort in Dornbirn geschlossen. Letzterer fiel erst vor Kurzem den „erheblichen Einsparungsmaßnahmen des größten Kunden“ vor Ort zum Opfer.

Verkauf von Anteilen

Insgesamt muss MPS für die Entschuldung rund 2,98 Millionen Euro hinblättern, dazu kommen Verfahrenskosten in Höhe von rund 492.000 Euro.

Rund 3,4 Millionen Euro liegen derzeit im Massetopf. Da der Fortbetrieb daraus finanziert werden muss, folgert der Insolvenzverwalter, werden für die Barquote und die Verfahrenskosten lediglich 2,68 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

„Vom Fortführungsvermögen kann also maximal ein Teilbetrag zur Finanzierung der Quote und der Verfahrenskosten herangezogen werden“, erläutert Sanierungsverwalter Ortner. Das heißt: Es ergibt sich eine finanzielle Lücke, die in den nächsten Monaten geschlossen werden muss. Dazu wollen die MPS-Gesellschafter Anteile verkaufen, die „ins Auge fasste Käuferin“ will laut Ortner die Restquote finanzieren. Laut Unternehmensanwalt Michael Lentsch soll sich es „um einen Interessenten aus der Branche“ handeln. Mehr wird derzeit noch nicht verraten.

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