Wiener Gasthaus ist zum zweiten Mal pleite

© APA/dpa-Zentralbild

Insolvenz
04/27/2016

Millionen-Pleite in der Sicherheitsbranche

Das betroffene Unternehmen soll verkleinert werden, 33 Jobs wackeln.

von Kid Möchel

Die Firma handelt zwar mit einbruchssicheren Fenstern und Türen, doch einen Ertragseinbruch konnte sie nicht verhindern. Die Cocon Sicherheitssysteme GmbH mit Sitz in Wolkersdorf hat am Landesgericht Korneuburg einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. Das bestätigt Gerhard Weinhofer vom Gläubigerschutzverband Creditreform dem KURIER. 33 Arbeitnehmer und 82 Gläubiger sind von der Pleite betroffen. „Das alteingesessene Familienunternehmen beschäftigt sich mit dem Handel und der Montage von speziell einbruchssicheren Fenstern und Türen sowie im Objektgeschäft“, weiß Weinhofer.

"Keine positiven Deckungsbeiträge"

„Grundsätzlich ist die Auftragslage des Unternehmens zufriedenstellend, insbesondere das Privatkundengeschäft stellt eine wesentliche Stütze dar“, heißt es im Insolvenzantrag. „Problematisch erwies sich das Projektgeschäft. Diesbezüglich konnte zwar eine Umsatzerweiterung erzielt, jedoch kein positiver Deckungsbeitrag erwirtschaftet werden.“ Belastet wird das Unternehmen auch dadurch, dass die Geschäftsführerin aufgrund eines Unfalls „derzeit nicht einsatzbereit ist“.

Das Vermögen

Die Firma ist Eigentümerin einer Betriebsliegenschaft und einer Wohnung, die mit Pfandrechten der Hausbank, der UniCredit Bank Austria, belastet sind. Auch die offenen Forderungen gegenüber Kunden wurden an die Bank Austria abgetreten. Dazu kommt noch ein Warenlager, dessen Wert noch nicht geschätzt wurde. Auf dem Firmenkonto liegen gerade einmal 8000 Euro, in der Kasse weitere 5800 Euro.

Die Schulden

Laut Creditreform werden die Verbindlichkeiten mit rund 1,8 Millionen Euro beziffert, davon entfallen 1,09 Millionen Euro auf die Bank Austria, 430.000 Euro auf Lieferanten und 227.000 Euro offene Lohnansprüche; weitere 100.000 Euro auf die Finanz und 72.000 Euro auf die Gebietskrankenkasse.

Die Zukunft

Das Unternehmen soll nach Abschluss des Insolvenzverfahrens „in reduziertem Umfang fortgeführt“ werden. Der Teilbetrieb „Objektgeschäft" soll geschlossen werden.Etwa die Hälfte der Arbeitsplätze soll dadurch gestrichen werden. Die betroffenen Mitarbeiter wurden beim Frühjahrsystem des AMS (Mistelbach) zur Kündigung angemeldet.

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