Millionen-Pleite eines Werkzeug-Händlers

«Insolvenz»
Foto: APA/dpa-Zentralbild Unternehmer werkt nicht mehr weiter

Das Unternehmen ist bereits zugesperrt, vor allem Bankschulden aus einem Immobilienkauf haben es erdrückt.

Dieser Konkurs ist bitter. Der Werkzeug- und Maschinenhändler Ing. Arnulf Kraker hat am Landesgericht Leoben laut AKV und Creditreform ein Konkursverfahren beantragt.

„Ing. Arnulf Kraker hat seit dem Jahr 1988 ein Einzelunternehmen geführt. Das Unternehmen hat den Geschäftsbetrieb bereits im Februar eingestellt“, weiß Franz Blantz vom Gläubigerverband AKV. „Durchschnittlich wurden zwölf Dienstnehmer beschäftigt.“

Immobilien-Kauf auf Kredit

Der Antragsteller ist Alleineigentümer jener Liegenschaft, auf der er sein Unternehmen zuletzt betrieben hat.

"Der Antragsteller hat diese Liegenschaft mit dem zuvor angeführten Kaufvertrag um 800.000 Euro gekauft und es bestehen Höchstbetragspfandrechte in Höhe von 150.000 Euro und 500.000 Euro bei der Hausbank.“, heißt es weiter. „Ein Großteil des Verkaufsgebäudes dieser Liegenschaft wurde an die Firma M. um einen monatlichen Mietzins in Höhe von 2400 Euro netto zuzüglich Betriebskosten und Umsatzsteuer vermietet und diese hat auch die Büroausstattung des Antragsstellers um 15.000 Euro netto angekauft, wobei der Kaufpreis in zehn Raten zu bezahlen ist.“ Bisher soll eine Rate bezahlt worden sein.

Die Schulden

Die Verbindlichkeiten sollen rund 1,279 Millionen Euro betragen, wovon rund 967.217 Euro auf Schulden bei drei Banken entfallen. Die Verbindlichkeiten bei der Hausbank (768.200 Euro) sind hypothekarisch besichert. Bei den Lieferanten soll der Antragsteller mit rund 249.974 Euro in der Kreide stehen, bei der Gebietskrankenkasse Steiermark mit 16.839 Euro und bei der Finanz mit 46.335 Euro.

Das Vermögen

Die Aktiva bestehen aus offenen Forderungen gegen Kunden  (37.209 Euro) und einem Bankguthaben in der Höhe von 22.427 Euro. Zudem soll der Schuldner Hälfte-Eigentümer einer Liegenschaft in Picheldorf sein, wobei bereits im Jahr 2000 ein Belastungs- und Veräußerungsverbot für seine Ehefrau eingetragen wurde.

Keine Zukunft

„Der Schuldner beabsichtigt einen Zahlungsplan, welcher jedoch die Gesamtverwertung des Vermögens voraussetzt“, heißt es dazu vom AKV.

(Kurier) Erstellt am
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