Wiener Beteiligungsfirma Euro East fuhr an die Wand

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Insolvenz
12/18/2015

Millionen-Pleite einer Textilreinigung

Der Wiener Familienbetrieb hat insgesamt rund 2,31 Millionen Euro Schulden, 22 Jobs wackeln.

von Kid Möchel

Die Rudolf Kaiser GmbH & Co KG und ihre Gesellschafterin, die Rudolf Kaiser GmbH, sind pleite. Die erste Firma betreibt laut dem Gläubigerschutzverband Creditreform drei Textilreinigungen in der Wiener Krugerstraße, in den Linken Wienzeile und in der Wallensteinstraße, die zweite Firma handelt mit Reinigungsmaschinen.

Der Familienbetrieb von Rosa und Wolfgang Kaiser (Mutter und Sohn) hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung für die KG bzw. ein Konkursverfahren für die GmbH beantragt. 22 Mitarbeiter sind betroffen. Die Schulden der Textilreinigung betragen rund 1,5 Millionen Euro, die der Maschinenhandelsfirma rund 810.000 Euro.

Schwieriger Markt

„Insolvenzgrund ist insbesondere das schwierige Marktumfeld, wobei mit Restrukturierungsmaßnahmen bereits begonnen wurde“, heißt es in einem der beiden Anträge. Der Maschinenhandel, der nicht kostendeckend fortgeführt werden kann, wird eingestellt und der Betrieb geschlossen.

300.000 Euro für Quote nötig

Im Fall der Textilreinigung, die mehr Schulden als Umsatz hat, wird den Gläubigern im Rahmen eines Sanierungsplans 20 Prozent Quote geboten. Das Erfordernis macht rund 300.000 Euro aus, das innerhalb von zwei Jahren zu zahlen ist.

"Die Quote soll aus dem Fortbetrieb erwirtschaftet werden", heißt es im Insolvenzantrag. Die drei Filial-Standorte sind angemietet.

Die Rudolf Kaiser GmbH Co & KG ist Eigentümerin einer Liegenschaft in Wien-Favoriten (Oberlaa), das weitere Vermögen besteht aus der Geschäftsausstattung sowie aus offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 100.000 Euro. Doch diese Forderungen wurden an die Hausbank abgetreten.

Offenbar liegt nur ein Jahresabschluss für das Jahr 2013 vor. Darin wird der Umsatz mit 1,2 Millionen Euro beziffert. Das negative Eigenkapital betrug bereits im Jahr 2013 rund 644.000 Euro, sprich die Eigenkapitalquote betrug minus 87,2 Prozent.

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