Wirtschaft
12.07.2017

Millionen-Pleite einer Haustechnik-Firma

Nicht kostendeckende Aufträge und Großprojekte haben Installationsunternehmen in die Pleite geführt.

Dieses Unternehmen hat sich schwer verkalkuliert. „Die HLS Haustechnik GmbH hat Baustellen aus einem örtlichen Insolvenzverfahren übernommen, welche sich in weiterer Folge als nicht kostendeckend herausgestellt haben sollen“, heißt es dazu vom Gläubigerschutzverband AKV. „Zudem habe man an etlichen Großprojekten in Wien gearbeitet, wobei es immer wieder zu erheblichen Abzügen gekommen sei.“

Laut KSV1870 wurden "Baustellen der insolventen Firma Jürgen Zeiringer übernommen und es stellte sich im Nachhinein heraus, dass die übernommen Baustellen nicht positiv abgeschlossen werden konnten. So zeigte sich auch der Kostenfaktor für das übernommene Personal als erheblich, da im Branchenvergleich die Personalkosten deutlich niedriger sind." Schlussendlich musste die Antragstellerin "zur Kenntnis nehmen, dass der Turnaround durch lukrative Aufträge nicht mehr zu schaffen sein wird".

Fakt ist: Die Firma HLS Haustechnik mit Sitz in Oberwölz, Steiermark ist pleite. Beim Landesgericht Leoben wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Laut Creditreform beschäftigt das Installationsunternehmen 13 Dienstnehmer. 60 Gläubiger sind betroffen. Den Gläubigern wird laut Creditreform eine Quote in Höhe von 20 Prozent angeboten.

Schulden und Vermögen

Die Verbindlichkeiten werden mit rund 1,195 Millionen Euro beziffert, davon entfallen 575.500 Euro auf Banken, 370.000 Euro auf Lieferanten, 120.000 Euro auf die Dienstnehmer, 70.000 Euro auf die Finanz und 60.000 Euro auf die Gebietskrankenkasse.

Das Vermögen wird mit 266.000 Euro beziffert, davon entfallen 152.000 Euro auf offenen Forderungen gegen Kunden.

Die Zukunft

„Das Unternehmen beabsichtigt keine Großprojekte in Wien mehr zu übernehmen. Künftig will man lediglich im regionalen Wohnbau und im privaten Hausbau engagiert sein“, heißt es dazu. „Ob die Reduzierung auf regionale Aufträge mit einer Personalreduktion verbunden sein wird, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Jedenfalls wird eine Weiterführung des Unternehmens angestrebt.“