Mehrgefahren­ver­si­che­rung für Bauern

Hagelschäden sind in Österreich versicherbar. Künftig sollen sich Bauern auch gegen andere Risiken absichern können.
Foto: APA/MANFRED FESL

Angelehnt an das Modell der Hagelversicherung will Agrarminister Berlakovich eine Ausweitung des Versicherungsschutzes für Bauern.

Bei Hagel funktioniert das System bereits: Bauern zahlen Versicherungsprämien und erhalten im Schadensfall eine Entschädigung. Eine Ausweitung dieses Modells auf andere Bereiche wünscht sich nun Agrarminister Niki Berlakovich.

Eine vom Minister in Auftrag gegebene Studie sieht seit 2007 eine verstärkte Volatilität der Preise, erklärt Wirtschaftsforscher Franz Sinabell vom WIFO. Um die Bauern gegen Einkommensschwankungen abzusichern, empfehlen die Forscher mehrere Varianten: Berlakovich favorisiert dabei den Ausbau der Hagelversicherung hin zu einer Mehrgefahrenversicherung. Der Staat würde die Prämien mit vier bis fünf Mio. Euro unterstützen.

Als sinnvoll erachtet der Minister auch eine "individuelle Rücklage mit staatlicher Unterstützung". Berlakovich: "Das wäre wie Bausparen mit staatlicher Prämie." Ein geplantes EU-Modell, bei mehr als 30 Prozent Einkommensrückgang 70 Prozent des Einkommens zu ersetzen, lehnt der Minister bei Kosten von 150 Mio. Euro ab.

(kurier) Erstellt am
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