Wirtschaft
20.09.2017

Maschinenring: Mehr Umsatz, neue Mitglieder

Die Zahl der Bauernhöfe ging zwar zurück, die Erlöse stiegen dennoch leicht an. Auch neue Mitglieder konnten gewonnen werden.

Der Maschinenring Österreich - eine Dienstleistungskooperation von Bauern, die fast die Hälfte der heimischen Agrarflächen bewirtschaftet - hat voriges Jahr trotz rückläufiger Bauernhofzahlen die Umsätze gehalten und zusätzliche Mitglieder gewonnen. Die Erlöse stiegen um 0,7 Prozent auf 310,3 Mio. Euro. Dabei legten Service und Personalleasing zu, während die reinen Agrar-Umsätze zurückgingen.

Der Umsatz durch die Vermittlung von Maschinen-, Arbeits- und Dienstleistungen zwischen Agrarbetrieben sank um 6,9 Prozent auf 85,5 Mio. Euro, gab der Maschinenring am Mittwochnachmittag bekannt. Im Bereich Service erzielte man mit 159,0 Mio. Euro (plus 2,1 Prozent) etwas mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes. In dem Bereich arbeiteten 10.987 Fachkräfte etwa für kommunale oder Firmenkunden.

Gestiegene Mitgliederzahl

Erfreut zeigt sich der Maschinenring über die 2016 um fast ein Promille auf 75.171 gestiegene Mitgliederzahl. Damit trotze man dem Trend der rückläufigen Zahl agrarischer Betriebe, die sich vom EU-Beitrittsjahr 1995 bis 2016 um ein Drittel auf rund 161.000 verringert hat, so Bundesobmann Hans Bösendorfer. Voriges Jahr bewirtschafteten die Maschinenring-Mitglieder 1,3 Mio. Hektar der insgesamt 2,7 Mio. ha an heimischen Agrarnutzflächen.

Im Personalleasing erzielte der Maschinenring in den letzten sieben Jahren Zuwächse - auch 2016: Voriges Jahr wuchs der Umsatz hier um 8,5 Prozent auf 65,9 Mio. Euro, damit sei man neuntgrößte Leasingfirma Österreichs. Punkten könne man dem Angebot von Kurzeinsätzen mit kurzer Vorlaufzeit und hoch qualifizierten Arbeitskräften, heißt es.

Interne Querelen

Insgesamt waren 2016 mehr als 31.000 Fachkräfte zumindest gelegentlich über den Maschinenring tätig. Sie führten etwa Schneeräumungen durch, mähten Sportanlagen, stutzten Hecken oder betätigten sich als Leasing-Mitarbeiter.

Der Maschinenring Österreich (MRÖ) musste im Vorjahr wegen vorübergehender interner Querelen aber auch wieder in ruhigeres Fahrwasser kommen. Es hatte nämlich Aufregung gegeben - überraschend schieden Ende Mai Geschäftsführer Matthias Thaler und Bundesobmann sowie Aufsichtsratschef der Maschinenring Personal und Service eGen (MRPS), Hans Peter Werderitsch, aus. Grund für die einvernehmlichen Trennungen per Ende Mai waren wochenlang laufende, heftige Diskussion über die Gehaltshöhe der ehemaligen Maschinenring-Spitzenvertreter gewesen. Das Dienstverhältnis wurde "im beiderseitigen Einvernehmen" aufgelöst. Bösendorfer wurde dann im August offiziell zum MRÖ-Bundesobmann gewählt. Gerhard Rieß, oberösterreichischer Landesobmann, wurde in der Funktion des stellvertretenden MRÖ-Bundesobmanns bestätigt.