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Wirtschaft
07/02/2015

Magna Steyr baut künftig für Jaguar Land Rover

Der Autozulieferer wird einzelne Automodelle für die Luxusmarke herstellen.

Jaguar Land Rover lässt einzelne Automodelle künftig in Graz bauen. Ein entsprechender Vertrag mit Magna Steyr sei unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag auf der Homepage mit. Man sei eine Partnerschaft mit Magna Steyr eingegangen, "einige künftige Modelle" in Graz zu bauen.

Das geplante Wachstum bringe die drei Werke in Großbritannien an ihre Kapazitätsgrenze. Die Zusammenarbeit mit Magna Steyr werde zusätzliche Produktion ermöglichen, die für das geplante Wachstum nötig sei. Magna Steyr ist darauf spezialisiert, für andere Automarken einzelne Serien zu entwickeln und zu fertigen.

im März hatte es Spekulationen gegeben, Jaguar könnte ein Elektrofahrzeug bei Magna Steyr in Graz entwickeln und bauen lassen. Allerdings hatten Medien damals auch spekuliert, dass ein neues Werk im ungarischen Szombathely entstehen soll.

Großbritannien bleibt Zentrum für Design

Zugleich betonte Jaguar Land Rover, dass Großbritannien "im Zentrum von Design, Entwicklung und Produktion" bleibe. Partnerschaften wie mit Magna seien Ergänzungen zur Produktion in Großbritannien,

Die Luxus-Marke gehört seit 2008 der indischen Tata-Gruppe. Im Oktober wurde die erste Produktion in China eröffnet und auch in Brasilien entsteht derzeit ein Werk.

In den jüngsten fünf Jahren hat Jaguar Land Rover laut Aussendung den Absatz auf über 462,000 Fahrzeuge und die Beschäftigung auf über 35,000 Mitarbeiter verdoppelt. Dabei seien über 10 Mrd. Pfund (14,10 Mrd. Euro) investiert worden. Die Produktion entspricht knapp einem Drittel der gesamten Autoproduktion Großbritanniens von 1,53 Mio. Einheiten im Jahr 2014. Jaguar Land Rover will 2015-16 rund 3,6 Mrd. Pfund in neue Fahrzeuge und Kapital investieren.

Günther Apfalter, Präsident von Magna Steyr und Magna International freut sich laut Aussendung über einen neuen Kunden für das Werk in Graz. Die Vertragsunterzeichnung spiegle das Vertrauen in die Kapazitäten Magna Steyrs wider.