Lufthansa erwartet sich j├Ąhrliche Einsparungen von 70 Millionen Euro durch das Outsourcing

┬ę REUTERS/MICHAELA REHLE

Outsourcing
10/22/2014

Lufthansa lagert IT-Sparte aus

Die Rechenzentren der AUA-Mutter sollen an IBM in die USA verkauft werden.

Die AUA-Mutter Lufthansa will ihre Rechenzentren an IBM verkaufen und ihre IT-Sparte Lufthansa Systems aufl├Âsen. Die Rechenzentren mit derzeit rund 1400 Mitarbeitern w├╝rden k├╝nftig von dem IT-Konzern aus den USA betrieben, teilte Europas gr├Â├čte Fluggesellschaft am Mittwoch mit. Die ├╝brigen 2800 Mitarbeiter der Lufthansa Systems AG sollen k├╝nftig in zwei eigenst├Ąndigen Unternehmen innerhalb des Konzerns ihre Aufgaben erf├╝llen.

Kosten-Senkung

F├╝r die Rechenzentren will die Lufthansa mit IBM einen Service-Vertrag ├╝ber sieben Jahre schlie├čen und damit j├Ąhrlich im Schnitt rund 70 Millionen Euro einsparen. ÔÇ×Die Zusammenarbeit mit einem global agierenden und erfolgreichen IT-Konzern wie IBM st├Ąrkt die Wettbewerbsf├Ąhigkeit der Konzernunternehmen sowie der Lufthansa Group insgesamtÔÇť, sagte Lufthansa-Finanzvorstand Simone Menne, die auch dem Aufsichtsrat der Lufthansa Systems AG vorsitzt. Das werde die Kosten unmittelbar senken und den Zugriff auf neueste IT-Technologien sichern.

Nach dem aktuellen Verhandlungsstand wolle IBM alle rund 1400 Mitarbeiter des Gesch├Ąftsbereichs Infrastruktur ├╝bernehmen. Die Standorte Kelsterbach und Budapest sollen erhalten bleiben. Zudem habe IBM zugesagt, auch alle anderen Arbeitspl├Ątze an den ├╝brigen Standorten zu erhalten.

Der Umbau dr├╝ckt allerdings auf den Gewinn: Eine Belastung von rund 240 Millionen Euro vor Steuern werde im laufenden Jahr das Nettoergebnis belasten, nicht aber den operativen Gewinn, hie├č es. Den Verkauf der Sparte will die Lufthansa Ende M├Ąrz 2015 abschlie├čen. Der Aufsichtsrat muss dem Plan noch zustimmen.

Streik-Ende

An anderer Front ist bei der Lufthansa wieder verh├Ąltnism├Ą├čige Ruhe eingekehrt: Nach dem Ende des Pilotenstreiks will die AUA-Mutter am Mittwoch wieder fast alle Verbindungen anbieten. Die Lage werde sich ganz schnell normalisieren, die allermeisten Fl├╝ge f├Ąnden statt, sagte ein Lufthansa-Sprecher.

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