Wirtschaft
23.06.2017

Leuchtenhersteller Zumtobel verdoppelte Jahresgewinn

Jahresergebnis 25,2 Mio. Euro, Umsatz gesunken. Weltweit weniger Mitarbeiter, aber Zuwachs in Österreich.

Der börsennotierte Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 das Jahresergebnis mehr als verdoppelt. Der Gewinn stieg von 11,9 auf 25,2 Mio. Euro, das operative Betriebsergebnis (EBIT) von 23,8 auf 45,8 Mio. Euro. Der Umsatz sank um 3,9 Prozent, was der Konzern in einer Aussendung Freitagfrüh auf negative Währungseffekte zurückführte.

Die Umsatzentwicklung wurde durch negative Währungseffekte im Ausmaß von 39 Mio. Euro beeinflusst, die hauptsächlich auf die Aufwertung des Euro gegenüber dem britischen Pfund zurückzuführen seien. Außerdem habe sich der Verkauf des Geschäfts mit Werbebeleuchtung ("Signage") im November 2015 ausgewirkt.

LED-Anteil bereits bei 73,6 Prozent

Der Umsatz mit LED-Produkten steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent auf 960 Mio. Euro. Der LED-Anteil am Gruppenumsatz erhöhte sich damit innerhalb von 12 Monaten von 63,4 Prozent auf 73,6 Prozent.

Der Cashflow erhöhte sich von 49,8 Mio. Euro auf 69,4 Mio. Euro. Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung am 21. Juli 2017 die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2016/17 (Mai 2016 bis April 2017) in Höhe von 0,23 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,20 Euro) vor.

Vernetzte Beleuchtung

Hohe Investitionen flossen in Forschung und Entwicklung. So wurden im Geschäftsjahr 2016/17 insgesamt 82,4 Mio. Euro für F&E ausgegeben und 161 Patente angemeldet. Insgesamt hält die Zumtobel Group mehr als 4.700 Patente. Aktuell liege der Fokus im Bereich F&E vor allem auf dem Thema vernetzte Beleuchtung im Internet der Dinge. Hier hat die Zumtobel Group im vergangenen Geschäftsjahr erste Produkte kommerzialisiert und Projekte erfolgreich umgesetzt, etwa vernetzte Lichtlösungen in Räumen der Londoner Hauptverwaltung der Land Securities Group PLC.

Mehr Mitarbeiter in Österreich

Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich weltweit in Folge von Restrukturierungen um etwa 200 auf insgesamt 6.562 Vollzeitkräfte. In Österreich stieg die Personalstand im Vergleich zum Jahr davor um 5,1 Prozent auf 2.430 Vollzeitkräfte, am Standort Vorarlberg um 6,3 Prozent auf 2.157 Mitarbeiter.