Letzte Chance auf höhere Prämie

Bausparen in der Krise. APA-FOTO: BARBARA GINDL
Foto: APA/BARBARA GINDL Bausparen hat nach der Kürzung der staatlichen Prämie an Attraktivität verloren.

Ab 2013 kürzt der Staat die staatliche Bauspar-Prämie.

Wer vor Jahresende noch einen Bausparvertrag abschließt, kann sich letztmalig die höhere staatliche Prämie sichern: Statt 1,5 Prozent Zuschuss zu den Einzahlungen bekommt er für heuer noch 1,875 Prozent. Das sind 22,50 Euro für die geförderte Jahres-Höchsteinzahlung von 1200 Euro. Ab nächstem Jahr legt der Staat nur noch maximal 18 Euro auf die Jahreseinzahlung der Bausparer drauf.

Die Regierung hat zur Eindämmung des Defizits im Frühjahr beschlossen, die Förderung per April von drei auf 1,5 Prozent zu reduzieren. Der Sparer erhält aber rückwirkend die Durchschnittsprämie für das Gesamtjahr, eben 1,875 Prozent. Bausparen, lange Zeit die mit Abstand beliebteste Sparform, hat damit erheblich an Attraktivität verloren. In den ersten drei Quartalen sank die Zahl der Neuabschlüsse um 13,8 Prozent auf 577.428.

Bilder: Das kommt 2013 auf Sie zu

Österreichs PENDLER bekommen mit Jahreswechsel eine Erhöhung der bisherigen Förderung. Die Pendlerpauschale wird um einen sogenannten "Pendler-Euro" aufgefettet: Je gefahrenen Kilometer gibt es einen Euro "in Cash" vom Finanzamt zurück. In den Genuss der Pendlerpauschale kommen künftig auch Teilzeit- und Wochenpendler. Das MAUTPICKERL wird auch für das kommende Jahr wieder teurer, die Farbe ist diesmal himbeerfarben. Der der Inflation angepasste Preis für die Jahres-Autobahnvignette beträgt für Pkw 80,60 Euro (2012: 77,80 Euro) und für Motorräder 32,10 Euro (2012: 31 Euro). Für Pkw kostet die 10 Tages-Vignette 8,30 Euro, die Zwei-Monats Vignette 24,20 Euro. Für Motorräder beträgt der Preis für die 10-Tages-Vignette 4,80 und für die Zwei-Monats-Vignette 12,10 Euro. Wer ohne gültige Plakette erwischt wird, zahlt im Fall eines mehrspurigen Fahrzeugs 120 Euro Ersatzmaut und 65 Euro für ein einspuriges. BAHNKUNDEN bekommen künftig mehr Geld zurück, wenn sich Züge verspäten. Vor allem die Pendler werden davon profitieren. Ab Juli 2013 erhalten im Nahverkehr alle Jahreskartenbesitzer zehn Prozent der Kosten einer Monatskarte retour, wenn in einem Monat fünf Prozent der Züge unpünktlich waren. Bisher lag die Entschädigungsgrenze bei zehn Prozent. Ab dem Jahr 2013 wird das Wochengeld für BAUERN und Gewerbetreibende von täglich 26,97 auf täglich 50 Euro angehoben. Damit entspricht das Wochengeld der Selbstständigen und Bäuerinnen künftig jenem der unselbstständig Erwerbstätigen im Durchschnitt. Die Österreichische Post hebt ihre seit April 2010 unverändert gebliebenen PAKETPREISE mit 1. Februar um drei bis vier Prozent an. Die Zustimmung der Postregulierungsbehörde steht noch aus. Die Tarifstufe für das 8-Kilo-Paket wird aufgelassen. "Pickup Pakete" und "Post 24 Pakete" werden künftig nach dem Gewicht verrechnet - der Einheitstarif entfällt. Alle anderen Preise und Zusatzleistungen bleiben laut Post unverändert. Die staatlichen Prämien für BAUSPAREN und Zukunftsvorsorge bleiben nach ihrer Halbierung im heurigen Frühjahr für 2013 unverändert. Die Bausparprämie beträgt demnach 1,5 Prozent und damit höchstens 18 Euro im Jahr. Der staatliche Zuschuss für die prämiengeförderte Altersvorsorge macht 4,25 Prozent aus. Die Prämien orientieren sich am allgemeinen Zinsniveau und sind aktuell an ihrer Untergrenze. Für die Zukunftsvorsorge schießt der Staat im kommenden Jahr höchstens 103,94 Euro zu. Versicherungsunternehmen dürfen EU-weit nur mehr sogenannte "UNISEX-TARIFE" anbieten, also Verträge mit gleichen Konditionen und Prämien für Männer und Frauen. Im Zuge dieser Neuregelung hat Österreich außerdem, im Alleingang, auch ein gesetzliches Diskriminierungsverbot für Menschen mit einer Behinderung im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen erlassen. Dies geht auf ein EuGH-Urteil zurück und tritt aufgrund des Fristenlaufs bereits am 21. Dezember 2012 in Kraft.

Verbraucherportal

Bausparen: Sinkende Fixzinsen erwartet

2012 war trotz Prämienkürzung ein gutes Bauspar-Jahr.

Wer sein Haus oder seine Wohnung verkaufen will und nicht genau weiß, wie viel die Immobilie Wert ist, sollte ein <strong>Gutachten</strong> machen lassen. Denn wer sich verschätzt, verkauft das Objekt leicht unter dem Wert oder findet ewig keinen Abnehme
Foto: Thorben Wengert/ Pixelio.de

Im ersten Quartal 2012 rechnet das Verbraucherportal durchblicker.at mit sinkenden Fixzinsen für Bauspar-Einlagen und verweist dazu auf Signale aus der Branche. Durch die allgemein sehr niedrigen Zinsen seien derzeit vor allem die Fixzinsangebote der Bausparkassen interessant, wer glaube dass die Zinsen länger niedrig bleiben, könnte sich die aktuellen Sätze auf die nächsten sechs Jahre sichern, wird empfohlen.

Mit den fixen Zinsen von bis zu zwei Prozent p.a. könnte es bald vorbei sein, erklärte das Portal am Mittwoch. Denn während Wüstenrot und die s Bausparkasse noch mit 2 Prozent fix in das Jahresendgeschäft gingen, habe die ABV den Fixsatz schon auf 1,75 Prozent gesenkt. Dies sei "ein Indiz, dass die Zinsen bei allen Kassen bald sinken werden", hieß es in einer Aussendung. Wir erwarten daher die Senkung der Fixzinsangebote bei den verbleibenden Anbietern um 0,25 bis 0,5 % im ersten Quartal 2013. Bis Jahresende sind aber keine Änderungen mehr zu erwarten", erläutert Reinhold Baudisch von durchblicker.at.

Gutes Jahr 2012

Das Jahr 2012 war trotz niedrigerer Bauspar-Prämie aufgrund der allgemeinen Zinsflaute ein gutes Bauspar-Jahr. Nachdem die staatliche Prämie halbiert worden und dadurch die Nachfrage vorübergehend eingebrochen ist, habe sich die Zahl der Abschlüsse bei durchblicker.at zuletzt wieder verdoppelt. Gefragt waren vor allem Fixzins-Angebote.

(KURIER) Erstellt am
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