© dapd/Philipp Guelland

work-life-balance
06/13/2016

Lehrlinge sind in hohem Maße freizeitorientiert

Jugendforscher Heinzlmaier: "Der Identitätsschwerpunkt liegt eindeutig außerhalb der Arbeit"

Arbeit ist nicht alles, eher Mittel zum Zweck. 92 Prozent der heimischen Lehrlinge wollen neben dem Beruf auch über ausreichend Freizeit verfügen, geht aus einer Lehrlingsstudie im Auftrag des Familienministeriums hervor. Demnach hat der Wunsch nach einer "Work-Life-Balance" auch unter Jugendlichen zugenommen. Freizeit ist für den überwiegenden Teil der Lehrlinge Konsumzeit. Aktives und intensives Erleben steht im Vordergrund.

"Der Identitätsschwerpunkt liegt eindeutig außerhalb der Arbeit", fasst Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier die Ergebnisse zusammen. Befragt wurden 500 Lehrlinge aus unterschiedlichen Branchen.

Gefragt: Nette Kollegen, angenehme Arbeitszeiten

Besonders wichtig im Beruf sind den Jugendlichen nette Kollegen (82 Prozent) und angenehme Arbeitszeiten (70 Prozent), während die Lehrlingsentschädigung (53 Prozent) und die Möglichkeit der Übernahme nach der Ausbildung nicht so viel zählen. 84 Prozent der Lehrlinge planen eine Familie zu gründen, am besten im Alter zwischen 26 und 30 Jahren.

Im Gegensatz zu ihren Alterskollegen in Schulen würden Lehrlinge gerne "im Hier und Jetzt leben, packen zu und sind nicht so abstrakt", meint Heinzlmaier.
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