Wirtschaft 27.01.2012

Leere Plätze: ÖBB lässt Premium-Class auf

© Bild: AP

Weil zu wenig teure Plätze verkauft wurden, wird die frühere Premium- zur Business-Class.

Bahn-Chef Christian Kern zieht die Notbremse: Die Premium-Class im Railjet wird aufgelöst. Bisher konnten Bahnpassagiere gegen 25 Euro Aufpreis auf das Erste-Klasse-Ticket Sonderleistungen wie Gratisgetränk, Platz-Bedienung, Zeitungsservice und andere Annehmlichkeiten genießen - auch diverse Gratis-Häppchen oder Snacks zum Essen (Mehr zum Wechsel beim ÖBB-Catering). Das alles war aber nicht auf allen Strecken, vor allem im Süden nicht, gefragt.

Kern sprach am Donnerstag von einem "Relaunch" der Business-Class, einer "Vereinheitlichung" der Gegebenheiten bei Railjet und etwa ICE.

Economy - First - Business

Zuschlag wird reduziert - Gratisgetränk bleibt
© Bild: KURIER/Christandl

Im Railjet werden per April die Zuschläge für die frühere Premium-Class von 25 auf 15 Euro reduziert. Dabei bleibt es zwar bei Gratisgetränk und Zeitungsservice oder Catering-Bedienung am Platz, wegfallen werden aber die diversen Fingerfood-Angebote und andere Kleinigkeiten. Gleich bleibt die Ausstattung (Sitze, Abteile, Raumteiler) der früheren Luxusplätze.

In den Railjet-Zügen gibt es künftig Economy sowie First Class und Business Class. Die frühere Premium Class wird zur Business - so wie jetzt schon beim ICE. Wer also ein Erste-Klasse-Ticket auf Railjet kauft, sitzt wie bisher in der First Class, gegen die bald billigere Aufzahlung von 15 Euro aber in der neuen Business-Klasse.

Beispiel Wien-Salzburg

Ein normales Bahnticket Economy (2. Klasse) der ÖBB auf der Strecke Wien-Salzburg kostet (sofern nicht günstig online gebucht wird) am Schalter 47,50 Euro, mit Vorteilscard die Hälfte. Ein Erste-Klasse-Ticket der ÖBB Wien-Salzburg kostet 83,20 Euro, mit Vorteilscard 41,60 Euro. Wer 15 Euro draufzahlt, kann als Business-Bahnreisender den größten Teil der Vorzüge der ehemaligen Luxusklasse Premium beanspruchen. Pro Railjet gibt es bisher 16 Premium-Sitze, die jetzt zur "Business" wurden, weiters 76 First-Plätze und 316 Economy-Sitze.

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Erstellt am 27.01.2012