Wirtschaft
16.03.2018

Laudas Pläne für seine neue Airline

Heute, Freitag, präsentiert Niki Lauda das Streckennetz für seine neue Fluggesellschaft Laudamotion. Unterschiedliche Ferienziele werden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angeflogen.

Niki Laudas neue Fluglinie Laudamotion ist bereit abzuheben. Im Rahmen einer Pressekonfrenz stellt der Eigentümer am Freitag die neue Website und den Flugplan der jungen Airline vor.

Die Laudamotion war aus der Konkursmasse der Air-Berlin-Tochter Niki hervorgegangen, nachdem die EU-Kommission den eigentlich geplanten Verkauf an die deutsche AUA-Muttergesellschaft Lufthansa sehr kritisch gesehen hatte.

16 Ferienziele und Pilotenautaschprogramm

"Die Laudamotion muss nach Wien zurück", sagte Lauda. Ab Wien plant Laudamotion Flüge nach Spanien (Mallorca, Ibiza und Malaga), Italien (Pisa und Brindisi), Griechenland (Kreta, Santorin und Kalamata) sowie Zypern (Paphos). Von Salzburg, Graz, Innsbruck und Linz fliegt Lauda nach Mallorca. Von den 1.000 Niki-Mitarbeitern seien nun 641 bei Laudamotion. Piloten habe er genug, er brauche aber noch 55 Flugbegleiter, dafür werde es Castings geben, kündigte Lauda an.

In Deutschland startet Lauda bereits in neun Tagen: Der Erstflug ist am 25. März ab Düsseldorf geplant, wie Laudamotion nun offiziell bestätigte. Laudas Flotte wird vorerst 14 Flugzeuge umfassen, soll aber auf 21 Jets anwachsen, alle geleast, wie es hieß. Mit Condor ist bereits eine Kooperation fixiert. Verkehrsleitstelle und Crewplanung übernimmt der deutsche Ferienflieger als Dienstleister. Im Gegenzug vermarktet Condor Laudamotion-Flüge.

Zusammenarbeit mit Eurowings

Die geplante Zusammenarbeit mit der AUA-Mutter Lufthansa bzw. der Konzern-Billigtochter Eurowings macht Lauda von der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) abhängig. Am Freitagnachmittag finde ein Gespräch mit BWB-Chef Theodor Thanner statt. Lauda will, dass auch Eurowings Tickets für Laudamotion-Flüge verkauft, um seine Flieger besser auszulasten. Dass er ganze Flugzeuge samt Crews an den Mitbewerber vermieten darf, halten Lauda und sein Anwalt aus Wettbewerbsgründen für eher unwahrscheinlich. Wetlease-Flüge für Eurowings auf Laudamotion-Slots schloss Lauda dezidiert aus.

Außerdem wird Laudas neue Fluggesellschaft eng mit der Thomas-Cook-Tochter Condor zusammenarbeiten. Im Zuge dessen soll es für interessierte Kapitäne möglich sein, für einen befristeten Zeitraum bei Condor zu fliegen - "gesetzt unseren personellen Kapazitäten"- wie es in der entsprechende internen Stellenausschreibung heißt. Condor vermarktet außerdem die Flüge von Laudamotion und übernimmt einzelne operationelle Funktionen wie die Crewplanung.