Wirtschaft 27.01.2015

Kurzarbeit in der Schweiz soll Arbeitsplätze sichern

Der Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann © Bild: EPA/OLIVIER HOSLET

Ansuchen auf Kurzarbeit sollen genehmigt werden, wenn sie mit Devisenschwankungen begründet werden können.

Der Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann ermöglicht wegen des starken Franken Kurzarbeit. Arbeitsausfälle werden von der Arbeitslosenversicherung entschädigt, wie das Ministerium für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Dienstag mitteilte. Mit dieser Maßnahme will Schneider-Amman verhindern, dass Arbeitsplätze verloren gehen.

Die Vollzugsstellen der Arbeitslosenversicherung wurden angewiesen, Arbeitsausfälle, die auf Devisenschwankungen zurückzuführen sind, als anrechenbar zu erachten. Sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, werden somit Ansuchen um Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung aufgrund von Wechselkursschwankungen ab sofort genehmigt.

Gemäß dem Arbeitslosenversicherungsgesetz können wirtschaftlich bedingte, voraussichtlich vorübergehende Arbeitsausfälle einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung begründen. Kein Anspruch besteht, wenn die Arbeitsausfälle auf Umstände zurückzuführen sind, die zum normalen Betriebsrisiko gehören.

Schon 2011 hatte der Bundesrat zur Abfederung der Folgen des starken Franken die Entschädigung von Kurzarbeit zugelassen. Damals war jedoch eine zusätzliche Finanzierung dafür vorgesehen: Im Rahmen eines Hilfspaket sprach das Parlament 500 Mio. Franken (aktuell rund 500 Mio. Euro).

Erstellt am 27.01.2015