Wirtschaft
09.12.2011

Kroatiens Beitritt läuft, Serbien muss warten

Kroatien soll am am 1. Juli 2013 das 28. EU-Mitgliedsland werden. Serbien muss sich noch gedulden.

Es war der einzige feierliche Moment dieses EU-Gipfels, als Freitagfrüh Staatspräsident Ivo Josipović und die zwar abgewählte, aber noch amtierende Ministerpräsidentin Jadranka Kosor in Brüssel den Vertrag über den EU-Beitritt Kroatiens unterzeichneten. Verläuft der Ratifizierungs-Prozess bei den 27 EU-Staaten positiv und stimmen die Kroaten im EU-Referendum mehrheitlich mit Ja, gibt es grünes Licht für den Beitritt Kroatiens am 1. Juli 2013.

Serbien muss warten

Weniger erfreulich die EU-Perspektive für Kroatiens Nachbarn Serbien: Belgrad muss bis 2012 warten. Im Februar sollen die EU-Außenminister entscheiden, ob Serbien den offiziellen Kandidatenstatus erhält. Der EU-Gipfel im März soll den Start der Beitrittsverhandlungen beschließen. Der Dämpfer hatte in Belgrad Folgen: Prompt trat der für die EU-Annäherung zuständige Vizepremier Božidar Đelić zurück.

Grund für die Verzögerung: Der ungelöste Konflikt in dem mehrheitlich von Serben bewohnten Nordkosovo. Deutschland hat sich deswegen der Erteilung des EU-Kandidatenstatus für Serbien widersetzt.

Etwas besser die EU-Perspektive für Montenegro: Serbiens einstiger Partner im Staatenbund kann seine EU-Beitrittsverhandlungen im Juni 2012 eröffnen.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Hintergrund

  • Kommentar

  • Hintergrund