Aida Cruises, Aida Stella, Kreuzfahrt

© Aida Cruises/Michael Wessels

Umweltauflagen
12/15/2014

Kreuzfahrten könnten teurer werden

Ab 2015 dürfen Fracht- und Passagierschiffe nur noch mit Kraftstoffen fahren, die wenig Schwefel enthalten.

Bei Kreuzfahrten könnten die Reedereien im kommenden Jahr an der Preisschraube drehen. Hintergrund sind höhere Kosten durch strengere Umweltauflagen.

"Es werden bestimmte Fahrtgebiete, beispielsweise in der Nord- und Ostsee, teurer werden", sagte der Deutschland-Direktor des internationalen Kreuzfahrtverbandes CLIA, Helge Grammerstorf, in Hamburg. Er verwies auf höhere Treibstoffkosten oder Investitionen für Abgasreinigungsanlagen (Scrubber), die die Reedereien tragen müssen.

Nach internationalen Vorschriften dürfen Fracht- und Passagierschiffe von 2015 an nur noch mit Kraftstoff fahren, der nicht mehr als 0,1 Prozent Schwefel enthält - 90 Prozent weniger als bisher. Dieser Grenzwert gilt bereits in europäischen Häfen, an der amerikanischen Nordküste und in der Kreuzfahrtdestination Karibik.

Wo gespart werden könnte

Wie hoch ein zu erwartender Preisanstieg ausfallen könnte, werde jede Reederei für sich kalkulieren müssen, ergänzte der Verbandschef. "Die Unternehmen werden versuchen, durch Einsparungen einen Teil der Kosten zu kompensieren." Dies sei aber nur bedingt möglich: "Es gibt Bereiche, in denen nicht gespart werden kann: bei der Sicherheit an Bord, der Schiffswartung und der Crew nebst ihren Serviceleistungen." Der Gast werde seinen Qualitätsanspruch nicht reduzieren wollen, ergänzte Grammerstorf. Für 2015 selbst stehen die Reisepreise aber schon fest, die Kataloge der Kreuzfahrten-Anbieter sind längst raus.

Einsparmöglichkeiten gibt es nach Angaben des CLIA-Vertreters beim Verbrauch. So könnten durch gleitfähigere Unterwasseranstriche am Rumpf oder durch Luftblasenteppiche unter dem Rumpf Treibstoffkosten eingespart werden. Bei letzterem bis zu sieben Prozent, ergänzte der frühere Kapitän. "Und weniger Verbrauch bedeutet wiederum weniger Umweltbelastung." Offen sei hingegen, ob der rückläufige Ölpreis Entlastung bei den Preisen schaffen könne. Rohöl ist seit Mitte des Jahres um rund 40 Prozent billiger geworden. Der Ölpreis schwanke jedoch sehr stark und könne auch wieder höher stehen, wenn die nächsten Kataloge veröffentlicht werden.

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