Wirtschaft 29.01.2015

Kein Aprilscherz: A1 erhöht Internet-Preise

© Bild: Gregor Gruber

Ab 1. April 2015 kosten Altverträge um bis zu drei Euro pro Monat mehr.

Kein Scherz: A1 wird ab 1. April 2015 die Preise drastisch anheben. Den Kunden von A1-Festnetz-Internet, die ihren Vertrag vor Juli 2014 abschlossen haben und bisher 17,90 Euro zahlen mussten, werden künftig zwei Euro mehr in Rechnung gestellt. Die Kunden von A1 Glasfaser Power 30, die bisher 9,90 Euro zahlten, trifft es mit drei Euro Mehrkosten im Monat. Der Preis für A1 Kabel TV steigt von 4,90 Euro auf 6,90 Euro und für die A1 Mediabox von 1,90 Euro auf 2,90 Euro. Kunden der Aktion "Ein Leben lang" sind von den Preisanpassungen ausgenommen.

"Datenintensive Dienste"

Grund für die deutliche Anhebung sei das von Jahr zu Jahr stark steigende Datenvolumen, erklärte A1 in einer Aussendung. Mittlerweile seien datenintensive Dienste wie Video-Streaming, HD-TV oder Cloud-Services weit verbreitet. Zudem investiere man eine halbe Milliarde Euro in den Ausbau des Festnetz-Internets. Informationen gibt es über eine eigene Webseite, alle betroffenen Kunden werden noch schriftlich über die Preisanpassungen informiert. Weil die Verträge von A1 einseitig geändert wurden, haben Kunden bis zum In-Kraft-Treten am 1. April ein Sonderkündigungsrecht, d.h. sie können den Vertrag kostenlos auflösen.

UPC ist schon teurer

Mit Anfang 2015 hatte schon der Telekabel-Betreiber UPC, der zum britischen Telekomkonzern Liberty Global gehört, seine Tarife für Bestandskunden erhöht. Im Schnitt stiegen die Preise um einen Euro pro Monat, betroffen sind sowohl Einzelservices als auch Kombi-Pakete. UPC begründete den Schritt mit "allgemeinen Preissteigerungen" und dem "stetig steigenden Datenvolumen".

Erstellt am 29.01.2015