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Studie
10/15/2013

Kaufkraft der Eidgenossen lässt Europa erblassen

In 22 Länder Europas ist die Kaufkraft in den letzten Jahren gestiegen. Die regionalen Gefälle sind gewaltig.

Um sagenhafte 45 Prozent ist die Kaufkraft in der Schweiz in den Jahren 2008 bis 2012 gewachsen. Vergleichsweise bescheiden nimmt sich da der Anstieg in Österreich aus: 2 Prozent. Insgesamt hatten 22 Länder Europas einen Kaufkraftzuwachs, geht aus einer Studie der RegioData Research hervor.

Die Wirtschaftslokomotive Deutschland kam in den vergangenen vier Jahren auf 2,3 Prozent Zuwachs. Island, Serbien, Griechenland und Ungarn mussten hingegen einen Rückgang von mindestens 16 Prozent verkraften. Großer Gewinner neben der Schweiz war Norwegen mit einem Zuwachs von 30 Prozent. Diese Länder gehören nicht zum Euro-Raum – die enormen Zuwächse sind hauptsächlich auf Veränderungen des Wechselkurses zurückzuführen.

Bis zu 30.000 Euro Unterschied

Die reichsten Europäer leben in Luxemburg. Hier verfügten die Menschen im Schnitt über eine jährliche Kaufkraft von 31.100 Euro (2012). Die ärmsten Europäer leben in der Republik Moldau, wo die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft im Jahr 2012 nur 1.020 Euro betrug. Aber nicht nur das West-Ost-Gefälle, sondern auch die Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden Europas sind beträchtlich und haben sich während der Krise verschärft, heißt es in der Studie.

Die Kaufkraft bezieht sich jeweils auf das verfügbare Jahreseinkommen nach Abzug von Steuern, Sozialversicherung und anderen Abgaben. Ausschlaggebend für die Kaufkraftentwicklung der Menschen ist insbesondere die Arbeitsplatzsituation. Diese wiederum hängt von der wirtschaftlichen Dynamik eines Landes beziehungsweise von den Möglichkeiten der Unternehmen ab, neue Arbeitsplätze zu schaffen und höhere Löhne zu bezahlen.

Die Studie der RegioData Research

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