Wirtschaft | Karriere
26.01.2012

Gefunden: NENO

Arbeiten mit Blick über Wien und der neuesten Technik: Urbane Nomaden haben eine neue Oase in Aussicht.

Mit Trends ist das so eine  Sache:  Sie brodeln  lange Zeit unterhalb  der Oberfläche,  setzen sich  entweder nie durch – wie in den 90er-Jahren der Pager –  oder werden zum absoluten Hype, wie das iPhone.  Im Falle NENO ist die Lage recht klar:    Flexibles Arbeiten ist der Trend, NENO das System, das es ermöglicht.   
Im sechsten Bezirk in der Schadekgasse wurde das Dachgeschoß im Haus des Café Ritters  auf die Bedürfnisse der sogenannten Digitalen Nomaden angepasst. Auf diejenigen, die  auf  fixe Bürosessel verzichten und arbeiten, wo es ihnen passt: im Kaffeehaus, am Flughafen, zu Hause oder eben im Co-Working-Space.      Zielgruppe:  „All jene, die ein bewegtes Arbeitsleben führen. NENO ist ein Lifestyle“, sagt Gründer Alexander Strohmayer.    Die Infrastruktur wird den  Nomaden  in den NENO-Offices  bereitgestellt, die neueste Technik ist selbstverständlich. Nomaden sind   offenbar  auch Puristen, denn das Office  im sechsten Bezirk ist vor allem in  Weiß  gehalten (die Möbel stammen von den  Wiener Werkstätten) und dank großzügiger  Fensterflächen offen und hell. Großzügig ist auch die Aufteilung der Arbeitsplätze:  Auf 500 Quadratmetern befinden sich gerade einmal 36 Arbeitsplätze. „Wir  Österreicher sind  nicht unbedingt bekannt dafür, mit jedem gleich ein Gespräch führen zu wollen“, sagt   Strohmayer.   Dennoch verfolgt man im NENO das Prinzip des gegenseitigen Vertrauens und der Hilfestellung. Kennt sich jemand etwa mit der Technik nicht aus, helfen entweder die Mitarbeiter vor Ort oder  ein Community-Mitglied.

Expansion

Das Office im Sechsten  ist erst der Anfang, der Prototyp. In Kürze wird eine Dependance im ersten Bezirk an der  Tuchlauben  eröffnet und im Sommer  am Rochusmarkt. Das Besondere an der Location im dritten Bezirk: Dort soll auch die Möglichkeit auf Kinderbetreuung gegeben sein, gemäß dem Motto „NENO mag Kinder, aber nicht am Arbeitsplatz“. Bis auf Kindergärtnerinnen kann das wohl jeder nachvollziehen.
Wer einmal registriert ist, kann in allen Offices einchecken, fast wie im Fitnesscenter.  Durch ein ausgefuchstes Buchungssystem  hat auch jeder, der gebucht hat, eine Platzgarantie. Eben das scheint  aber derzeit die Krux an der Sache: Wegen der großzügigen Gestaltung der Offices  stoßen die bislang überschaubaren  Standorte bald an ihre Kapazitätsgrenzen.        Doch eine Lösung ist in Aussicht:  Demnächst werden neue Standorte eröffnet.