Die Fast Food Revoluzzer

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Foto: kba/zorziu7vhre5ek0ej7_-m0okqge65d1xisnpxfmmkm4.jpg Das Wichtigste fehlt noch: Ein Foodtruck

Mit Wraps wollen Marko Ertl und Matthias Kroisz die Fast-Food-Szene revolutionieren.

Die Besucher drängeln sich vor dem improvisierten Foodtruck aus Partyzelt und Pappe. Die Betreiber Marko Ertl und Matthias Kroisz sind zufrieden, fühlen sich bestätigt, dass ihr Konzept „Fast Food ohne Bullshit“ das Zeug zum Erfolg hat.

Ab August wollen sie ihre Wraps nicht nur auf Wochenendmärkten verkaufen, sondern täglich an hoch frequentierten Standorten. „Wir essen viel zu ungesund. Das wollen wir ändern. Wir wollen nicht die große Kohle machen. Geld verdienen ja, aber nur mit Idealismus“, erklärt Ertl.

Seit Ende Mai unterstützt der KURIER die Entrepreneure gemeinsam mit Notar Rupert Brix, Wirtschaftsprüfer Franz Schweiger und Rechtsanwalt Florian Kranebitter auf dem Weg zum eigenen Unternehmen.

Franz Schweiger von BF Consulting ist von der Zusammenarbeit begeistert: „Mit den Jungs macht das Spaß. Die haben eine Vision, einen Plan und wollen das umsetzten.“ Zeit will er nicht verlieren: Kurz nach dem ersten Zusammentreffen Anfang Juni wurde die Wrapstars GmbH gegründet. Die Rechtsform war naheliegend. Notar Rupert Brix erklärt: „Kapitalbedarf ist vorhanden. Sie müssen den Truck kaufen und umbauen, eine Küche einbauen. Der Investitionsbedarf liegt bei 40.000 Euro.“ Zudem sei für einen Einstieg von Investoren oder Mitgesellschaftern die GmbH das perfekte Vehikel.

Das perfekte Fahrzeug war hingegen nicht leicht zu finden: Zwei Tage waren Ertl und Kroisz in Deutschland unterwegs, um zuvor im Internet recherchierte Autos zu besichtigen. Nur eines passte: Ein alter Renault, der zuvor als mobile Bäckerei diente. 19.000 Euro wollte der Besitzer dafür, Ertl und Kroisz versuchten zu verhandeln. Ohne Erfolg. Am Montag holen sie das Auto aus Deutschland, dann wird umgebaut und lackiert. Zuvor müssen sich die Gründer jedoch noch einig werden, ob der Name bleibt – Wrapstars lässt zu wenig Freiheit beim Angebot, fürchten Ertl und Kroisz. „Wir haben das Thema gewälzt“, sagt Notar Brix. „Doch letzten Endes müssen sie entscheiden.“ Rechtsanwalt Florian Kranebitter rät nicht zu lange zu warten: „Der Erfolg wird sich nicht mit dem Namen einstellen. Wenn man zu lange überlegt, bleibt man am Fleck stehen.“ Das sei das Problem vieler Gründer.

(kurier) Erstellt am
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