"Volksschulen aufwerten"

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Foto: APA/ROLAND SCHLAGER In den ersten Lernjahren werden die Grundlagen für den Schulerfolg gelegt.

VP-Landesschulräte wollen, dass Kinder in der Volksschule wesentliche Kompetenzen erwerben. Die besten Pädagogen sollten für Schulen gewonnen werden.

Der natioanle Bildungsbericht hat es wieder einmal offenbart:   Österreichs Schüler haben große Defizite. Die VP-Landesschulräte sehen die Lösung in einer besseren Volksschule. Es braucht eine „starke Volksschule, die es verlässlich schafft, den Kindern eine gefestigte Kompetenz in der Verwendung der deutschen Sprache, im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie die soziale Reife mitzugeben."

Wie wichtig die ersten Lebensjahre fürs Lernen sind, damit setzten sich die VP-Landesschulratspräsidentedie bei ihrer Jännertagung in Bad Isch auseinander. Das Lernpotenzial der Kinder müsse früh erkannt und bestmöglich gefördert werden. "Besonderer Wert muss  auf das Lesen, Rechnen, Sprechen und Schreiben  gelegt werden. Das ist das Fundament, auf dem alle weiteren Bildungsschritte aufbauen", betont der oö. LSR-Präsident Fritz Enzenhofer.

Gerade in Zeiten, in denen viele Probleme in die Schulen hinein getragen werden, ist es wichtig, dass der Fokus der Volksschule auf das Wesentliche gerichtet wird: Zeit für das Erlernen und Festigen der oben beschriebenen grundlegenden Kompetenzen.

Lehrerbildung

Große Chancen biete der Generationenwechsel, der jetzt bei den Lehrern beginnt. In Verbindung mit dem zu schaffenden neuen Dienstrecht soll der Lehrberuf in der Volksschule für die talentiertesten Bewerber attraktiv werden. Die wichtigsten Einflussfaktoren für die Qualität der Schule seien nämlich die Lehrpersonen. Eine gute Lehrkraft lehrt und formt die SchülerInnen, nimmt diese ernst und übt den Beruf leidenschaftlich aus.

Mit der Attraktivierung des Berufes sollen  mehr Männer angesprochen werden. Das ist vor allem deshalb wichtig, da immer mehr Kindern im Volksschulalter männliche Bezugspersonen fehlen.

Enzenhofer: "Lernerfolge lassen sich nicht erzwingen. Hier ist viel Geduld nötig – sowohl von Seiten der Eltern als auch der Lehrern. Nicht umsonst sehen die Schulgesetze für die Absolvierung der Grundstufe in der Volksschule bis zu drei Jahre vor. Diese Zeit sollte besonders für das Erlernen der Unterrichtssprache genützt werden. Wenn es für ein Kind  nicht in zwei Jahren gut zu schaffen ist, muss ihm ohne Stigmatisierung mehr Zeit gegeben werden. Besser es erreicht die Lernzeile der Grundstufe I in drei Jahren, als es verliert später durch mangelnde Erfolge die Freude am Lernen."

Dasselbe gelte auch für den Übergang von der Volksschule in eine Mittelschule oder AHS. Bevor ein Kind in die 5. Schulstufe wechselt, ist sicherzustellen, dass es in den Elementarfächern die grundlegenden Kompetenzen erworben hat.

Um einen stärkeren Einsatz von Förderstunden zu ermöglichen, fordern die Präsidenten vom Unterrichtsministerium zusätzliche Ressourcen. Diese können auch zweckgebunden zur Verfügung stehen.

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(KURIER) Erstellt am