APA9365870-2 - 07092012 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA 321 SI - THEMENBILD - Illustration zum Thema Schulsport / Schule / Turnstunde / Schüler. Im Bild: Ein Schüler beim Ringturnen aufgenommen am Freitag, 4. April 2008, während einer Turnstunde in einer Volksschule in Wien. Der Ruf nach einer täglichen Turnstunde wird in Österreich nach den erfolglosen olympischen Spielen in London immer lauter. APA-FOTO: HARALD SCHNEIDER

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Bewegung
03/28/2013

Turnunterricht: Österreich im Spitzenfeld

Besonders bei Sport-Stunden für 6- bis 14-Jährige liegt Österreich unter den Topländern Europas.

Die Bundessportorganisation (BSO) hat bereits 150.000 Unterstützungsunterschriften für eine tägliche Turnstunde gesammelt, die Forderung wird von allen Parlamentsparteien und auch vom neuen Sportminister Gerald Klug unterstützt. Geht es nur nach der Zahl der im Lehrplan vorgesehenen Sport-Stunden für 6- bis 14-Jährige, ist Österreich allerdings schon jetzt unter den Spitzenländern Europas.

Das zeigt ein aktueller Vergleich des schulischen Sportunterrichts in 36 europäischen Ländern und Regionen durch das Informationsnetz zum Bildungswesen in Europa "Eurydice" (Schuljahr 2011/12).

102 Turnstunden pro Jahr

An den AHS-Unterstufen sind in Österreich für Schüler 102 Turnstunden pro Jahr vorgesehen, mehr sind es nur in Frankreich (108 Stunden). Hauptschüler landen mit 90 Stunden pro Jahr hinter Frankreich und Polen (96 Stunden) ebenfalls noch auf einem Medaillenplatz.

Etwas schlechter schneiden die heimischen Volksschüler ab: Diese landen mit 75 Turnstunden pro Schuljahr an neunter Stelle der 36 untersuchten Staaten, mehr Sport gibt es für Sechs- bis Zehnjährige laut Lehrplan in Frankreich (108), Slowenien (98), Luxemburg (96), Polen (93), Liechtenstein (88), Ungarn (83), Deutschland (78) und Schottland (76).

Ähnlich gut schneidet Österreich ab, wenn man den Anteil der Turnstunden an der gesamten Unterrichtszeit betrachtet. In Österreich sind zehn (Haupt- und Polytechnische Schule) bzw. elf Prozent (Volksschule, AHS) der Schulstunden pro Jahr für Turnen vorgesehen. Größer ist der Anteil für die Sekundarstufe I nur in Frankreich (14 Prozent). Im Volksschulbereich ist in Kroatien, Slowenien und Ungarn (jeweils 15 Prozent) sowie in Deutschland und Litauen (jeweils zwölf Prozent) mehr Bewegung für die Schüler vorgegeben.

Schulautonome Schwerpunkte

Die nackten Zahlen sehen also in Österreich trotz der Kürzungen im Jahr 2003 gut aus. Was die Daten allerdings nicht abbilden können, ist eine mögliche Einschränkung der Turnstunden durch schulautonome Schwerpunkte. Zudem haben Sportwissenschafter in Österreich wiederholt bemängelt, dass in der Volksschule der Klassenlehrer und nicht ein Spezialist Turnstunden hält. Damit steht Österreich allerdings nicht allein da - in fast einem Viertel der untersuchten Länder ist die Situation ähnlich.

Mehr zum Thema lesen Sie im KURIER-Bildungsspecial

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