Gabriele Heinisch-Hosek

© APA/HERBERT NEUBAUER

Bildung
03/16/2014

Heinisch-Hosek: PISA-Test erst ab 2018 wieder

Die Ressortchefin bleibt bei ihrem "definitiven" Nein.

Gabriele Heinisch-Hosek wirkte überrascht. "Das trifft mich sehr, wenn Schulen sagen: ,Diese Schüler brauchen wir nicht‘." Mit "diese Schüler" meinte die Bildungsministerin Abgänger der Neuen Mittelschule, kurz NMS.

Wie im KURIER berichtet, werden Abgänger der NMS in Wiener AHS benachteiligt. In zumindest vier Fällen gaben die Direktion bzw. Administratoren unumwunden zu, dass NMS-Schüler an der Schule nicht willkommen sind – trotz bester Noten. Am Sonntag wurde Heinisch-Hosek in der ORF Pressestunde mit den KURIER-Recherchen konfrontiert – und war alles andere als erfreut; unmittelbare Konsequenzen kündigte sie vorerst nicht an.

Beim zweiten großen Thema, dem mit dem Datenleck im bifie-Institut verbundenen Stopp des Bildungsvergleichstests PISA, bleibt die Ressortchefin bei ihrem "definitiven" Nein. Ohne Datensicherheit sei eine Teilnahme "fahrlässig". Die Ministerin hält auch nichts davon, dass einzelne Bundesländer die Tests im Alleingang machen oder dass – wie von der Uni Salzburg angeboten – Vortestungen für PISA an andere Institute ausgelagert werden. Der vorläufige Stopp bedeute nicht, dass man "künftig nicht wieder normal an PISA teilnimmt" – als Perspektive nannte Heinisch-Hosek das Jahr 2018. Was ihr zweites Arbeitsfeld, das Frauenressort, angeht, pochte Heinisch-Hosek einmal mehr auf eine auch in der Privatwirtschaft geltende Frauenquote. Als Vorbild gilt für sie Deutschland, das bis 2020 eine 30-Prozent-Quote einführen will.

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