Kapitalschnitt: ÖVAG und KA Finanz kappen Verluste

ÖVAG (Österreichische Volksbanken AG)
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER Die ÖVAG machte 2011 mehr als 1,3 Mrd. Euro Verlust.

In den Hauptversammlungen der beiden Institute werden riesige Verluste beseitigt. Damit geht Staatsgeld verloren.

Ende April wird in zwei Problembanken der dort aufgelaufene Verlust mittels Kapitalschnitt beseitigt. In beiden Fällen ist damit Staatsgeld verloren. Nach der ÖVAG ist es jetzt bei der KA Finanz auch so weit.

Am 26. April wird bei der angeschlagenen Volksbanken AG (ÖVAG) das Kapital herabgesetzt, um dann mit teilweisem Staatseinschuss wieder aufgefüllt zu werden. Der Staat ist dann mit mehr als 40 Prozent ein paar Jahre lang Aktionär der ÖVAG. Hier wird das Grundkapital von 311,1 Millionen um 217,8 Mio. Euro auf 93,3 Mio. Euro herabgesetzt. Zu 70 Prozent werden auch alle anderen Kapitalinstrumente "geschnitten", darunter die Milliarde Staats-Partizipationskapital. Zugleich wird das Kapital gegen voll einzuzahlende Bareinlagen wieder aufgefüllt, um 484 Mio. Euro auf dann 577,3 Mio. Euro.

Die ÖVAG machte 2011 nach riesigen Abschreibungen auf Osttöchter, Beteiligungen und Staatspapiere (Griechenland) mehr als 1,3 Mrd. Euro Verlust.

KA Finanz

Mit der am Mittwoch im Amtsblatt pflichtveröffentlichten Tagesordnung zur Hauptversammlung der schon seit 2008 staatseigenen Kommunalkredit-Bad Bank KA Finanz am 25. April wurden auch die Pläne eines Kapitalschnitts bei der KA Finanz konkretisiert.

Dort wird das staatliche Grundkapital von 22,3 Mio. Euro auf Null herabgesetzt, wie bei der ÖVAG zur Deckung des ansonsten auszuweisenden Bilanzverlustes rückwirkend zum 31. Dezember 2011. Auch die von den Altaktionären eingeschossenen Partizipationsscheine (434 Mio. Euro) in der KA Finanz werden auf Null herabgesetzt.

Die Bad Bank der Kommunalkredit ist in Österreich größte Gläubigerin von Griechenland, durch die dortige Umschuldung hat sie umfassende Abschreibungen auf diese Titel zu tätigen.

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(apa / js) Erstellt am
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