Juwelier Tiffany klagt Swatch-Uhren

REUTERSAn employee cleans a Tiffany & Co. display at the Tourbillon Boutique at the companies Wall St. store in New Yorks financial district, March 22, 2010. Tiffany & Co. reported a smaller-than-expected quarterly profit as sales of lower-margin rough di
Foto: REUTERS Brendan McDermid Tiffany: Das Geschäft an der Fifth Avenue in NY ist eines von 223

Auf die Zusammenarbeit der beiden Luxuskonzerne folgt jetzt ein Streit vor Gericht.

Nayla Hayek bleibt gelassen. Und das, obwohl die Verwaltungsratchefin des Schweizer Uhrenkonzerns Swatch eine Klage des US-Nobeljuweliers Tiffany am Tisch hat. Streitwert: 542 Mio. Franken (450 Mio. Euro).

Vor fünf Jahren war die Welt der Luxuskonzerne noch in Ordnung. Die Aussichten waren blendend, Tiffany und Swatch beschlossen eine Zusammenarbeit und gründeten das Unternehmen Tiffany Watch Co., dessen Chefin niemand anderes als Nayla Hayek war. Der Deal: Tiffany verkauft Swatch-Uhren. 2011 kündige Swatch plötzlich die Kooperation auf – und verklagte Tiffany auf 3,8 Mrd. Franken Schadenersatz, das sind 3,15 Mrd. Euro.

 

Unklare Gründe

Was genau zu dem Zerwürfnis geführt hat, ist bis heute nicht ganz klar. Fest steht, dass die Schuldenkrise und die schwache Wirtschaft dem Schmuckhersteller Tiffany den Glanz genommen hat. Die Verkäufe in Europa und den USA hätten sich merklich abgeschwächt, erklärte Konzernchef Michael Kowalski. Der Schweizer Uhrenfabrikant Swatch hingegen hat 2011 den Umsatz um 22 Prozent auf 7,1 Milliarden Franken gesteigert.

Hayek bleibt mit gutem Grund gelassen: Analysten der Züricher Kantonalbank rechnen damit, dass Swatch Schadenersatzzahlungen von Tiffany bekommen wird – falls überhaupt Geld fließt.

(kurier) Erstellt am
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