Amelie Groß, Vorsitzende der Jungen Wirtschaft.

© KURIER/Gilbert Novy

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07/04/2017

Junge Wirtschaft kämpft gegen alte Strukturen

Eine market-Umfrage um Auftrag der „Jungen Wirtschaft“ streicht die größten Hürden für Jungunternehmer deutlich heraus: Hohe Lohnnebenkosten, ein Mangel an Fachkräften und fehlende Arbeitszeitflexibilität.

„Die jungen Betriebe sind sehr stark besteuert und haben permanent mit bürokratischen Hürden zu kämpfen“, so Amelie Groß, Vorsitzende der Jungen Wirtschaft (JW). In einer market-Umfrage im Auftrag der JW beurteilen nur ein Prozent der Jungunternehmer die Rahmenbedingungen als „sehr gut“, 22% als „gut“ und 75% bewerten diese als „(eher) schlecht“. Hohe Sozialabgaben, Fachkräftemängel und bürokratische Auflagen stellen die größten Hürden dar.

Der Fachkräftemangel wird dem Bildungssystem zugeschrieben: Nur ein Prozent der Befragten hält dieses für „zukunftsfit“, die Bildungsreform hat sich demnach mehr auf Inhalte zu konzentrieren. Besonders auf digitale Kompetenzen muss eingegangen werden, sowie auf die Förderung von selbstständigem und unternehmerischem Denken. Die Gewerkschaften müssten veränderte Rahmenbedingungen und eine veränderte Wirtschaft erkennen, bei den Themen Bildung, Pensionen, Steuersystem, Bürokratie und Arbeitszeitflexibilisierung müsse etwas passieren.

Ein von der Regierung beschlossener Beschäftigungsbonus fördert zusätzliche Arbeitsplätze in den ersten drei Jahren mit der Übernahme der Hälfte der Lohnnebenkosten. Diese Unterstützung wird von der JW sehr begrüßt, über ein Drittel der Befragten plant den Beschäftigungsbonus für sich zu nutzen und an Personal zuzulegen. Wichtig ist diesen in der Umsetzung so unbürökratisch wie möglich zu gestalten. Dennoch könne diese Maßnahme nur „ein erster Schritt sein“.

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