McDonald's sagt Pizza und Pasta den Kampf an

ITALY MCDONALD'S BRANCH
Foto: APA/ROBERTO RITONDALE McDonalds-Becher vor der Mailänder Kathedrale: Rezession verhalf der Kette zu mehr Kunden in Italien.

Bis 2015 will der Fast-Food-Riese 100 neue Filialen in Bella Italia eröffnen.

McDonald's macht Jagd auf die bisher nicht für ihre Burgerliebe bekannten Italiener. Die weltgrößte Schnellrestaurantkette kündigte am Mittwoch an, mehr als 100 neue Filialen in dem krisengeschüttelten Land zu eröffnen und bis 2015 mehr als 3000 neue Mitarbeiter einzustellen. Insgesamt sollen 350 Mio. Euro investiert werden.

Vergleichsweise geringer Marktanteil

Bisher gibt es 450 Filialen, mit denen jährlich rund eine Milliarde Euro umgesetzt werden. Der Marktanteil liegt mit zwei Prozent trotzdem deutlich unter dem, was McDonald's beispielsweise in Spanien erzielt. Dort wie auch in Frankreich kommen die Amerikaner auf zehn Prozent.

"Wir glauben an Italien und haben unsere Aktionäre in den USA überzeugt, dass der italienische Markt ein Potenzial hat, das wir nutzen können", sagte der Italien-Chef von McDonald's, Roberto Masi. Er gehe davon aus, dass die Schuldenkrise vorübergehend sei.

Neue Kunden durch Krise

Italien, bekannt für Pizza, Pasta und Amore, steckt seit Ende 2011 in der Rezession, die Arbeitslosigkeit befindet sich auf einem Rekordhoch. Laut Masi hat McDonald's in Italien, wo die Burger seit 27 Jahren angeboten werden, seit Ausbruch der Schuldenkrise neue Kunden gewonnen.
 

Vergleich

Der Big-Mac-Index

Der Big-Mac-Index wird seit 1986 alljährlich vom britischen Wochenmagazin The Economist erstellt. Darin wird der Preis des standardisierten Burgers in verschiedenen Ländern erhoben und durch Umrechnung zum Dollar vergleichbar gemacht. Der Index soll die Kaufkraft und -Entwicklung eines Landes wiederspiegeln, gleichzeitig die Über- und Unterbewertung der jeweiligen Währung aufzeigen. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Der Australische Dollar hat in den letzten fünf Jahren an Stärke gewonnen, unter anderem durch den Anstieg der Rohstoffkosten und kräftige Exporte nach China. Im Vergleich zum US-Dollar ist der Australische Dollar in dem Index von 14 Prozent unter- auf 8 Prozent überbewertet gestiegen.
Nachfolgend das aktuelle Big-Mac-Ranking –gereiht nach aufsteigenden Preisen. Hong Kong: 1,74 Euro Russland: 1,87 Euro Südafrika: 1,92 Euro China: 1,99 Euro Indonesien: 2,07 Euro Mexiko: 2,20 Euro Ungarn: 2,83 Euro Neuseeland: 3,25 Euro Japan: 3,33 Euro Großbritannien: 3,38 Euro USA: 3,53 Euro Eurozone: 3,54 Euro Australien: 3,82 Euro Brasilien: 4,1 Euro Schweiz: 5,34 Euro Norwegen: 5,76 Euro Venezuela: 6,45 Euro
(APA / sho) Erstellt am
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