Fans der spanischen sowie der irischen Fußball-Nationalmannschaft währen der EURO 2012 in Danzig.

© Reuters/PETER ANDREWS

EUROGRUPPE
11/14/2013

Irland und Spanien verlassen Rettungsschirm

Beide Länder verzichten auf Notfall-Kreditlinien. Eurogruppen-Chef: Haben volles Vertrauen in beide Länder

Irland und Spanien wollen nach dem Auslaufen der Euro-Hilfsprogramme zu Jahresende ohne weitere Sicherheitsnetze auskommen. Beide Staaten wollten auch für Notfälle keine weitere beantragen, bestätigte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Donnerstag nach dem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel.

Die Eurogruppe habe volles Vertrauen in die Ankündigung beider Länder, den Weg der Reformen weiterzugehen. "Die Menschen in beiden Ländern sind durch schwierige Zeiten gegangen." Auch das Ende der Hilfsprogramme bedeute für die Menschen dort nicht das Ende aller Probleme, sagte Dijsselbloem.

Anders als Irland und Spanien müssen die weiteren Hilfeempfänger Portugal, Zypern und Griechenland noch Reformen umsetzen und wirtschaftlich wieder auf die Beine bekommen, ehe sie das Euro-Rettungsprogramm ebenfalls verlassen können.

Spanien, das sich im Gegenzug für Hilfen für den Bankensektor Reformen unterwerfen musste, kämpft mit einer Arbeitslosenquote von über 26 Prozent. Das Land hatte im Sommer 2012 bis zu 100 Milliarden Euro an Hilfsgeldern zugesprochen bekommen, wovon es 41 Milliarden Euro in Anspruch genommen hat.

Stabilerer Bankensektor

Der Bankensektor Spaniens stehe nun aber sehr viel stabiler da als im Sommer vorigen Jahres, betonte EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn. Er wies darauf hin, dass sowohl in Spanien als auch in Irland die Reform-Fortschritte weiterhin zweimal pro Jahr überprüft würden.

Nach dem Ende des 85 Milliarden Euro schweren Hilfsprogramms will auch Irland keine Kreditlinie für den Notfall beantragen, sagte Ministerpräsident Enda Kenny im Parlament in Dublin. "Dies ist die richtige Entscheidung für Irland." Das Land sei dabei, Wirtschaft und Haushalt wieder auf Normalniveau zu bringen. "Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber wir bewegen uns eindeutig in die richtige Richtung", sagte der Regierungschef. Irland gilt als Musterschüler unter den Euro-Krisenländern und hat vorige Woche die Abschlussprüfung durch seine internationalen Geldgeber bestanden.

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