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Investments
08/05/2013

Athen: Aufenthaltserlaubnis bei Häuser-Kauf

Wer in Griechenland Immobilien im Wert von mindestens 250.000 Euro kauft, bekommt eine Aufenthaltserlaubnis für fünf Jahre.

Athen lockt Investoren mit einer Aufenthaltserlaubnis, die dem Inhaber den Verbleib in Griechenland für fünf Jahre und freies Reisen in alle EU-Staaten erlaubt. Die ersten drei Aufenthaltsgenehmigungen wurden an drei chinesische Familien vergeben, die Immobilien im Wert von mehr als 250.000 Euro in Griechenland gekauft haben. Dies bestätigte ein Mitarbeiter des Athener Finanzministeriums am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Wie die griechische Presse in den vergangenen Tagen berichtet hatte, soll es bereits Hunderte vor allem aus China, aber auch aus Russland stammende Unternehmer geben, die Interesse an einem Immobilienkauf in Griechenland gezeigt hätten. "Es gibt starkes Interesse. Sie (die potenziellen Käufer) wollen sich absichern, dass sie im Falle von Problemen im eigenen Land sicher in einem EU-Land leben können", sagte der Makler Dimitris Vogiatzis der dpa.

Der Kauf einer Immobilie in Griechenland im Wert von mindestens 250.000 Euro sichert nicht nur für den Käufer, sondern auch für dessen Frau und Kinder fünf Jahre Aufenthaltserlaubnis. Danach kann die Aufenthaltserlaubnis unter der Voraussetzung, dass das Haus nicht verkauft worden ist, für weitere fünf Jahre verlängert werden.

Auch andere Krisenländer im Süden Europas bieten diese Chance. Zypern gibt drei Jahre Aufenthaltserlaubnis für einen Immobilienkauf im Wert von mindestens 300.000 Euro. Wer mehr investiert, kann nach sechs Jahren die zypriotische Staatsbürgerschaft bekommen.

Samaras: 2015/16 keine große Budgetlücke

Der griechische Ministerpräsident Antonios Samaras ist der Befürchtung entgegengetreten, seinem kriselnden Land drohe 2015/16 eine Budgetlücke von bis zu vier Milliarden Euro. Der von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) genannte Fehlbetrag beruhe auf einer Arbeitshypothese, sagte der konservative Politiker in einem am Samstag veröffentlichten Interview der Zeitung "Ta Nea".

"Gewöhnlich ist die Zahl am Ende kleiner und nach einigen Korrekturen gänzlich verschwunden." Finanzminister Yannis Stournaras hatte der Nachrichtenagentur Reuters diese Woche gesagt, 2015/16 könne sogar die Aufnahme neuer Schulden vermieden werden.

Griechenland wird von seinen europäischen und internationalen Partnern seit 2011 mit 240 Milliarden Euro unterstützt und hat einen Großteil der Summe bereits erhalten. Am Mittwoch vorige Woche floss eine weitere Kredittranche aus dem Euro-Schutzschirm ESFS nach Athen. Auch der IWF steuerte seinen Anteil von 1,72 Milliarden Euro bei. Dagegen machte eine Gruppe von elf Schwellen- und Entwicklungsländern Front. Unter der Führung Brasiliens sprach sie sich im IWF gegen die Freigabe der Mittel aus und enthielt sich der Stimme.

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