Wirtschaft
30.03.2017

Internetattacken: Eine Million Opfer in Österreich

Der durchschnittliche Schaden beträgt laut einer neuen Studie rund 1200 Euro.

Ob Hackerangriffe, Identitätsdiebstahl oder Betrug beim Online-Einkauf – die Verbrechen im Internet nehmen dramatisch zu. So ist allein im Vorjahr die Zahl der diesbezüglichen Anzeigen laut Bundeskriminalamt um fast 31 Prozent auf rund 13.000 Fälle gestiegen. Doch die Dunkelziffer ist gewaltig. Denn viele Opfer scheuen den Weg zur Polizei, weil sie sich schämen, auf besonders plumpe Tricks hereingefallen zu sein, oder weil sie glauben, dass gegen diese Täter sowieso kein Kraut gewachsen ist. Sie gehen davon aus, dass diese vom Ausland aus agieren.

Magere Studie

Der Versicherungsverband hat nun beim Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) eine Umfrage in Auftrag gegeben. Ein Viertel der 2400 befragten Personen gab an, dass sie in den vergangenen Jahren Opfer eines Cyberdelikts geworden sind. Hochgerechnet auf die webaktiven Österreicher (4,2 Millionen) macht das rund eine Million Geschädigte. Laut der Studie beträgt der durchschnittliche Schaden bei einem Identitätsdiebstahl bzw. Daten-Diebstahl 1200 Euro. Bei einem Internetbetrug, sprich man bezahlte eine bestellte Ware, aber die kam nie an, beträgt der Schaden im Schnitt 480 Euro. 72 Prozent der Betroffenen gaben auch an, durch Cyberattacken psychische Beeinträchtigungen erlitten zu haben.