Wirtschaft
12/05/2011

Informationsminister Wang Chen: "Europa kann von China profitieren"

Seit mehr als 30 Jahren hat China es geschafft, eine schnelle Entwicklung beizubehalten.

Seit drei Jahrzehnten ist eine durchschnittliche Wachstumsrate von 9,9% zu verzeichnen.
Das Antlitz des Landes ist von Grund auf verändert: China ist heute Exportweltmeister, Importeur Nr. 2 und die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Mit seiner Wirtschaftsentwicklung bietet China die meisten Arbeitsplätze, hat am meisten Menschen von Armut befreit und die weltweit größte Urbanisierung eingeleitet.

China ist und bleibt aber ein Entwicklungsland. Die riesige Bevölkerungszahl, die rückständige Grundlage und die unausgewogene Entwicklung zwischen Stadt und Land haben dazu geführt, dass das Pro-Kopf-BIP bis heute bei nur 4200 US-Dollar liegt. Zurzeit leben noch etwa 100 Millionen Menschen unter der von der UNO festgelegten Armutsgrenze.
China wird an seinem eigenständigen Entwicklungsweg festhalten. Jedes Land braucht einen solchen Weg, der zu seinen Gegebenheiten passt. Nach 30 Jahren Praxis in wirtschaftlichen und politischen Reformen hat China seinen Pfad zur Modernisierung gefunden.

China wird unbeirrt den Weg der friedlichen Entwicklung gehen, der sich von den sonstigen Aufstiegswegen der Großmächte unterscheidet. Seine Besonderheit liegt darin, die innere Entwicklung mit der Öffnung nach außen gleichzustellen, die Grundinteressen des chinesischen Volks mit denen der Menschen aller Länder zu kombinieren.

Geschäftschancen

Jede Entwicklung Chinas bringt der Welt mehr Vorteile und Chancen. In den kommenden fünf Jahren wird das Importvolumen Chinas mehr als acht Billionen US-Dollar betragen, das bedeutet große Geschäftschancen. Die Erholung der Wirtschaft in Europa kann vom 12. Fünfjahresplan Chinas viel profitieren. China bemüht sich, den Schutz von geistigem Eigentum zu stärken und die Rahmenbedingungen für ausländische Investitionen zu optimieren, den Zugang des Kapitals und den Einstieg europäischer Unternehmen in den chinesischen Markt zu erleichtern.

Die wirtschaftliche Umstrukturierung und Entwicklung neuer Industriebereiche begünstigen Investition und Kooperation europäischer Unternehmen. Beim Aufbau einer energiesparenden und umweltfreundlichen Gesellschaft bringt China Europa mehr denn je große Geschäftschancen.

Seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Österreich haben die Beziehungen dank beiderseitiger Bemühungen stets neue Erfolge errungen, die kennzeichnend für die guten chinesisch-europäischen Beziehungen stehen.

Dass es zwischen China und der EU wegen unterschiedlicher Entwicklungsphasen sowie historischer und kultureller Hintergründe noch manche Differenzen gibt, ist normal. Keiner kann alle richtigen Weltanschauungen und Wertevorstellung für sich beanspruchen. Gegenseitiger Respekt, gleichberechtigte Konsultation, mehr Verständigung bilden die Grundlage weiterer Zusammenarbeit und der strategischen Partnerschaft zwischen China und Europa.

Minister Wang Chen

Amt Wang Chen ist seit 2008 Minister des Informationsbüros des chinesischen Staatsrates. Zuvor arbeitete er als Journalist, unter anderem als Chefredakteur von "People's Daily".

Privat Geboren im Dezember 1950 in Peking.

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