Die Teuerungsrate beträgt wieder 3,6 Prozent

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Oktober
11/15/2012

Inflation stieg auf 2,8 Prozent

Vor allem Treibstoffe und Wohnen sorgen für die höchste Inflation seit Jänner.

Ein starker Anstieg der Wohn- und Energiekosten sowie die anhaltende Dynamik bei den Sprit- und Nahrungsmittelpreisen hat die Inflation in Österreich im Oktober noch weiter steigen lassen. Im Jahresabstand lag das Preisniveau um 2,8 Prozent höher, nach 2,7 Prozent im September, wie die Statistik Austria am Donnerstag mitteilte. So kräftig zugelegt hatte der VPI zum letzten Mal im Jänner mit ebenfalls 2,8 Prozent.

Bedeutendster Preistreiber im Oktober war im Jahresabstand der Bereich "Wohnung, Wasser und Energie" mit 3,0 Prozent, während Treibstoffe um 7,9 Prozent teurer kamen und Nahrungsmittel im Schnitt um 3,1 Prozent mehr kosteten.

Der für Pensionistenhaushalte ermittelte Preisindex legte im Jahresabstand ebenfalls kräftig um 2,8 Prozent zu. Der für die Eurozone errechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs lag im Oktober 2012 sogar um 2,9 Prozent über Vorjahr.

Im Monatsabstand erhöhten sich der nationale VPI und der Pensionisten-Preisindex im Oktober um 0,2 Prozent, der österreichische HVPI um 0,3 Prozent.

Mini- und Mikrowarenkorb

Der typische Wochen-Einkauf - der "Miniwarenkorb", der auch Treibstoffe enthält - verteuerte sich im Oktober im Jahresabstand um 4,0 Prozent, etwas schwächer als im September (+4,3 Prozent), aber deutlich stärker als der allgemeine VPI (+2,8 Prozent).

Der "Mikrowarenkorb", der den täglichen Einkauf widerspiegelt und vor allem Nahrungsmittel enthält, kostete im Oktober um 3,5 Prozent mehr als ein Jahr davor, wie die Statistik Austria am Donnerstag weiter mitteilte. Im September hatte das Plus 3,1 Prozent betragen.
 

Nach Branchen

Primär verantwortlich für die starken Verteuerungen in der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser und Energie", dem Hauptpreistreiber mit allein +0,58 Prozentpunkten VPI-Einfluss, waren Verteuerungen bei Haushaltsenergie um 3,3 Prozent und höhere Wohnungsmieten (+3,9 Prozent). Die Instandhaltung von Wohnungen kostete durchschnittlich um 1,9 Prozent mehr. Bei Haushaltsenergie kam Heizöl um 9,5 Prozent teurer, Strom kostete um 1,8 Prozent mehr und Gas um 0,7 Prozent mehr.

Im Bereich "Verkehr" (+3,2 Prozent; Einfluss auf den VPI: +0,48 Prozentpunkte) schlugen die im Schnitt um 7,9 Prozent höheren Spritpreise durch. Die Wartung und Reparaturen von Pkw verteuerten sich um 3,9 Prozent, neue Pkw wurden dagegen um 0,4 Prozent billiger.

 Die Preisanstiege bei "Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken" von 3,2 Prozent (VPI-Einfluss +0,39 Prozentpunkte) wurden laut Statistik Austria überwiegend von den um 3,1 Prozent teureren Nahrungsmitteln verursacht. Fleisch und Fleischwaren kosteten demzufolge um 6,4 Prozent mehr, Brot und Getreideerzeugnisse um 3,5 Prozent und Gemüse um 6,7 Prozent. Während Milchprodukte und Eier im Jahresvergleich preisstabil waren (-0,1 Prozent), verbilligte sich Obst spürbar um 3,2 Prozent. Dafür verteuerten sich alkoholfreie Getränke um 4,4 Prozent, darunter Orangensaft um 10,2 Prozent und Kaffee um 2,7 Prozent.

Für die Teuerung von 2,6 Prozent bei "Verschiedenen Waren und Dienstleistungen" gaben primär höhere Preise für Versicherungsdienstleistungen (+2,4 Prozent) sowie für Schmuck und Uhren (+8,8 Prozent) den Ausschlag.

Im Bereich "Restaurants und Hotels" (+2,6 Prozent) kosteten im Oktober Bewirtungsdienstleistungen im Schnitt um 3,7 Prozent mehr als ein Jahr davor, Beherbergungsdienstleistungen dagegen um 3,5 Prozent weniger.

Monatsabstand

Im Monatsabstand erhöhte sich das Preisniveau in Österreich im Oktober insgesamt um 0,2 Prozent, deutlich schwächer als im September. Hauptpreistreiber war diesmal mit +1,6 Prozent der Bereich "Bekleidung und Schuhe"; Grund dafür war der saisonbedingte Wechsel von Herbst- auf Winterkollektion. Bekleidung allein kam um 1,6 Prozent teurer, Schuhe kosteten um 1,8 Prozent mehr.

Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand war der "Verkehr": Die 0,3 Prozent Preisrückgang in diesem Bereich resultierten vor allem aus den gegenüber dem Vormonat September um 1,5 Prozent niedrigeren Spritpreisen.

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