Autos schlucken mehr Sprit, als die Hersteller angegeben - im Schnitt um bis zu 25% mehr.  

© APA/ROLAND SCHLAGERAPA

August
09/16/2013

Inflation: Niedrigster Wert seit drei Jahren

Überdurchschnittlich hoch war die Inflation beim Warenkorb für den täglichen Einkauf.

Die Verbraucherpreise sind im August weniger stark gestiegen als im Monat davor. Die Inflationsrate beruhigte sich - von 2,0 Prozent im Juli - auf 1,8 Prozent, den niedrigsten Wert seit drei Jahren (August 2010: 1,7 Prozent), geht aus den aktuellen Daten der Statistik Austria von Montag hervor. Hauptverantwortlich für die schwächere Preisdynamik waren die im Jahresabstand um 4,7 Prozent niedrigeren Treibstoffpreise.

Der für die Eurozone ermittelte Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs erhöhte sich im August um 2,0 (Juli: 2,1) Prozent zu. Hier wirkten sich vor allem die deutlich höheren Preise in Restaurants und Hotels sowie bei Flugtickets und Bekleidungsartikeln aus.

Die Teuerung bei den typischen Ausgaben von Pensionistenhaushalten (PIPH) betrug im August 2,1 Prozent (Juli: 2,2 Prozent), was hauptsächlich auf den Preisanstieg in der Ausgabengruppe "Gesundheitspflege" (plus 3,4 Prozent) zurückzuführen war. Pflegeheimplätze verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent.

Täglicher Einkauf

Überdurchschnittlich hoch war die Inflation beim Warenkorb für den täglichen Einkauf, der überwiegend Nahrungsmittel enthält, mit einem Anstieg von 3,5 Prozent im Jahresabstand (Juli: 3,3 Prozent). Der wöchentliche Einkauf, der neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe umfasst, verteuerte sich im 12-Monatsvergleich um 1,0 Prozent (Juli: 2,1 Prozent).

Lebensmittel, Tabak und Alkohol verteuerten sich beispielsweise um 3,4 Prozent, geht aus den aktuellen Daten der Statistik Austria hervor. Die Preise für Fleisch- und Wurstwaren stiegen in den vergangenen zwölf Monaten um 5,1 Prozent, für Obst, Gemüse und Fisch um 4,0 Prozent und für Zigaretten um 4,5 Prozent.

Preisdämpfend wirkten beim wöchentlichen Einkauf die im Jahresabstand um 5,1 Prozent billigeren Mineralölprodukte. Die Treibstoffpreise gingen um 4,7 Prozent zurück: Diesel kostete im Berichtsmonat um 4,8 Prozent weniger, Superbenzin verbilligte sich um 4,4 Prozent. Die Preise für Heizöl extra leicht sanken (bei Großabnahme) um 7,4 Prozent.

Wohnen teurer

Auch Wohnen wurde im August wieder teurer: Wohnung, Wasser und Energie kosteten um 2,1 Prozent mehr als noch vor einem Jahr, Hausrat und laufende Instandhaltung des Hauses um 1,4 Prozent, die Instandhaltung von Wohnungen um 2,3 Prozent. Die Wohnungsmieten erhöhten sich im Durchschnitt um 2,9 Prozent. Die Betriebskosten für Miet- und Eigentumswohnungen stiegen um jeweils 4 Prozent.

Die Haushaltsenergie verteuerte sich im Schnitt um nur 1,0 Prozent, da die niedrigeren Heizölpreise deutlich dämpfend wirkten. Der Preis für Strom kletterte aber um 3,6 Prozent, für Fernwärme um 4,0 Prozent. Stabil blieben dafür die Gaspreis (plus 0,1 Prozent).

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