Mehlwürmer im Salat.

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Wirtschaft Immobiz
04/03/2014

Ungeziefer ohne Gift vertreiben

Ameisen, Motten und Silberfischchen begegnen uns im Haushalt immer wieder. IMMO hat recherchiert, wie man die Plagegeister wieder los wird.  

von Ulla Grünbacher

Viele Schädlinge fühlen sich in unseren Wohnungen wie im Paradies. Es ist warm, es gibt gute Verstecke und es findet sich immer etwas zu essen. Einige Arten wie Motten werden mit Lebensmitteln eingeschleppt, Ameisen kommen vor allem im Sommer zur Futtersuche ins Haus.

Schützen kann man sich, indem man Küche und Wohnräume bewusst sauber hält. Klebrige Flächen und Essensreste gleichen einer Einladung. Geputzt sollte auch dort werden, wo Schädlinge Unterschlupf finden, in Hohlräumen und dunklen Ecken. Regelmäßiges Lüften von Badezimmer und Toilette vertreibt jene Tierchen, die sich bei hoher Luftfeuchtigkeit wohlfühlen. Um Lebensmittelmotten fernzuhalten, werden Vorräte am besten in verschlossenen Behältern kühl und trocken gelagert. Motten bringt man zum Beispiel mit Müsli oder Haferflocken nach Hause. "Diese Produkte nach dem Kauf für ein paar Tage in den Tiefkühler zu legen, beugt der Verbreitung vor", rät Ingrid Tributsch von der Umweltberatung. Haben sich die Motten bereits vermehrt, ziehen Pheromonfallen die Männchen an, so wird die Ausbreitung gestoppt. Die restlichen Tiere sollte man suchen und entfernen. Anschließend werden die Flächen in der Küche mit Essigwasser gereinigt.

Die lästigen Obstfliegen, die vor allem im Spätherbst zur Erntezeit auftreten, bekommt man in den Griff, wenn der Abfall in gut verschlossenen Behältern lagert und regelmäßig geleert wird. "Obstfliegen vermehren sich unglaublich schnell. Wenn man Früchte für diese Zeit in den Kühlschrank stellt, ist man sie auch bald wieder los", sagt Tributsch. Es gibt auch Hauben, die man über den Obstkorb stülpen kann. Essig in einer Schale lockt die Fliegen an und sie ertrinken in der Flüssigkeit.

Dass Ameisen in das Haus eindringen, kann durch stark riechende Kräuter verhindert werden. Am besten gelingt das mit frischem Lavendel, Thymian, Wacholderblätter oder Minze. Sie werden mit den Finger auf der Ameisenstraße zerbröselt, dadurch werden ätherische Öle freigesetzt. "Schlupflöcher, durch die Ameisen ins Haus kommen, lassen sich mit Klebeband oder Silikon verschließen", rät Tributsch. Backpulver und Diatomeenerde (gibt es in der Apotheke) stellen echte Barrieren dar. Ameisen fressen das Backpulver und platzen, an der scharfkantigen Diatomeenerde verletzen sich die Tierchen und trocknen aus. Diese martialischen Methoden sind laut Umweltberatung immer noch besser als diverse chemische Mittel aus dem Supermarkt, die auch beim Menschen zu Gesundheitsbelastungen führen können.
Silberfischchen finden sich vor allem im (fensterlosen) Badezimmer, weil da die Luftfeuchtigkeit am höchsten ist. Hier sollte richtig gelüftet werden, Handtücher trocknet man am besten in einem anderem Raum. "Treten Silberfischchen gehäuft auf, ist das ein Hinweis auf ein Feuchtigkeitsproblem", sagt die Expertin der Umweltberatung. Das kann ein Zeichen für eine undichte Silikonfuge in den Bodenfliesen sein. Bekämpfen kann man die nachtaktiven Tiere, indem ein Baumwolltuch mit Zucker oder Gips bestreut wird. Die Insekten lieben Stärke, am nächsten Tag kann man sie einfach ausbeuteln.

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zur Ausstellung "Ameisen - Unbekannte Faszination …

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