Wirtschaft | Immobiz
01.03.2018

Serviciertes Wohnen

In den USA gibt es sie in jeder Stadt, in Österreich liegen sie aktuell im Trend: Miet- und Eigentumswohnungen, die mit einem Rundum-Service daherkommen.

Wer in diesen möblierten Wohnungen lebt, muss sich keine Gedanken machen, wer die Katze füttert oder sich um die Pflanzen kümmert, wenn man urlaubt. Das alles erledigt der Concierge.

Im 3. Bezirk in Wien entsteht gerade "The Ambassy" (Bild oben). In den 205 Luxuswohnungen sollen ab Juli "vermögende Menschen" wohnen, wie Geschäftsführer Benedikt Zankel betont. Die billigsten sind ab einem Quadratmeterpreis von 6900 Euro zu haben, die teureren kosten insgesamt mehrere Millionen Euro. Dafür wohnt man im Botschaftsviertel und kann die Dienste des Concierges nutzen. Dieser kümmert sich um die Post, organisiert Wäscheservices und übernimmt die Aufgaben eines Sicherheitsdienstes. Pro Quadratmeter kostet das 50 Cent im Monat.

Geht der Trend zum servicierten Wohnen?

Zankel ist davon überzeugt: " Das Leben spielt sich heute mehr in den Wohnungen ab, man muss die Services daran anpassen."Auf der Hohen Warte in Wien Döbling leben bereits seit vergangenen Sommer Menschen in servicierten Wohnungen. Damals wurde der "Garden of Eden" eröffnet. Fünf Häuserbefinden sich inmitten eines großen Parks. Die Bewohner nehmen durch eine App Kontakt mit dem Concierge auf. Da alle Wohnungen über Gärten oder Terrassen verfügen, kümmert er sich auch um das Einwintern von Pflanzen und versorgt diese mit Wasser und Dünger.

Im 1. Bezirk in Wien setzt man ebenfalls auf den Trend. Das "Palais Schottenring" bietet Concierge-Dienste auf "internationalem Niveau" an und orientiert sich dabei an Einrichtungen in amerikanischen Großstädten. Peter Syrch, der die Medienarbeit für das Projekt leitet, betont: "Hier zahlt man nicht für Dienste, die man nicht in Anspruch nimmt." Was über ein Grundpaket hinausgeht, wird individuell abgerechnet. Auch das Personal soll auf die Bewohner abgestimmt werden, so Syrch: "Stammen viele Bewohner aus Russland, stellen wir Concierges ein, die Russisch sprechen."