Wirtschaft | Immobiz
05.12.2011

Mehr Raum mit der richtigen Farbwahl

Kontrastprogramm: Helle Farben lassen kleine Zimmer größer wirken, dunkle Töne machen einen Raum gemütlich. Holen Sie sich Inspiration!

Man kann einen kleinen Raum nicht größer machen. Aber man kann das Beste aus den vorhandenen Quadratmetern herausholen. Die wichtigste Regel lautet: Aussortieren. Das neue Jahr wäre doch eine gute Gelegenheit, um sich von unnötigen Dingen zu trennen. Was bleiben darf, sollte man geschickt verstauen oder bewusst und auffällig präsentieren.

Die Illusion von mehr Raum kann man auch mit der richtigen Farbwahl erzeugen. Helle und neutrale Töne bleiben dezent im Hintergrund und eignen sich daher optimal für kleine Räume. Ein weiterer Vorteil von Weiß, Creme & Co: Sie heben architektonische Details wie Stuck oder Zierleisten hervor.

Damit es nicht langweilig wird, sollte man aber den einen oder anderen Farbtupfer erlauben. Ein zu buntes Durcheinander von Farben sollte man in kleinen Räumen aber ebenso vermeiden wie allzu üppige Vorhänge oder zu viele und zu wuchtige Möbel.

Vor allem im Schlafzimmer sind neutrale Farben sehr beliebt, weil sie den Raum in eine Oase der Ruhe verwandeln. Auch kühle Farben eignen sich gut, denn sie gelten als entspannend und ruhig. Nebenbei lassen Blau- und Grüntöne kleine Räume größer wirken. Sie suggerieren ein Gefühl der Weite, weil sie die Wände optisch in die Ferne rücken.

Mit warmen Farben wie Rot, Orange oder Gelb sollte man in kleinen Zimmer eher vorsichtig sein: Sie wirken, als ob sie auf den Betrachter zukommen würden. Dunkle und matte Töne können außerdem viel Licht schlucken.

Schwarz, dunkles Blau und rauchiges Grau stehen am anderen Ende der Farbskala. Es heißt oft, dass dunkle Farben winzige Räume noch kleiner machen. Wenn man jedoch nicht nur die Wände, sondern auch den Boden und die Decke in der gleichen Farbe streicht, verschwimmen die Grenzen und Konturen des Raumes und die fehlenden Quadratmeter fallen weniger auf.

Die britische Designerin Abigail Ahern hat eine Schwäche für kleine, dunkle Räume. "Sie sind gemütlich, intim, dramatisch und kuschelig", schreibt sie in ihrem Ratgeber "get creative!" Hier verrät sie auch einen bewährten Tick: Am besten streicht man die Decke mit einer hochglänzenden Kunstharzfarbe, die das Licht reflektiert. Auch mit einer durchdachten Beleuchtung kann man gut schummeln: Versenkte Halogenstrahler am äußeren Rand der Decke rücken die Wände optisch in die Ferne. Ein Schlafzimmer ganz in Schwarz ist zwar nicht jedermanns Sache, aber es wirkt luxuriös und sexy.